Telekom: Große Tarifkommission beschließt Scheitern der Tarifverhandlungen
(Berlin) - Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag (10. März 2011) in Königswinter beschlossen, die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Telekom für gescheitert zu erklären. "Die Telekom hat sich nicht bewegt. Die Botschaft der Tarifkommission lautet: so nicht", sagte Verhandlungsführer und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder.
Gleichzeitig hat die Große Tarifkommission mit ihrem Beschluss den Weg dafür freigemacht, im Falle des Scheiterns eines möglichen Schlichtungsverfahrens Urabstimmung und Streik vorzubereiten.
Die Verhandlungen waren am Mittwoch (9. März 2011) nach der vierten Runde abgebrochen worden. Die Telekom hatte anschließend angedeutet, ein Schlichtungsverfahren einzuleiten. Entsprechende Abkommen hatten ver.di und die Deutsche Telekom im Vorfeld der Tarifrunde erneuert.
Als gemeinsamer Schlichter ist der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau vorgesehen. "Wir setzen große Hoffnungen auf Henning Voscherau bei den Bemühungen, der Telekom zur Einsicht zu verhelfen. Bedauerlich bleibt, dass es die Telekom schon seit Jahren nicht mehr schafft, große Tarifauseinandersetzungen ohne die Hilfe Dritter zu beenden", sagte Schröder.
ver.di fordert eine Anhebung der Gehälter um 6,5 Prozent, zur Stärkung der unteren Einkommen um mindestens 170 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darüber hinaus sollen die Ausbildungsvergütungen um monatlich 70 bis 90 Euro angehoben werden.
Beamtinnen und Beamte sollen einen Differenzausgleich zwischen der Tarifsteigerung und der Anhebung der Besoldung erhalten. Gleichzeitig fordert ver.di den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen für die Deutsche Telekom AG und die Telekom Deutschland GmbH.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
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