Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Telekom-Vorstand brüskiert Beschäftigte

(Berlin) - Der Vorstand der Deutschen Telekom schlägt offensichtlich das Kooperationsangebot der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu einer gemeinsamen Serviceoffensive aus und hält an den Umbauplänen zulasten der Beschäftigten fest. Das geht aus einem aktuellen Schreiben hervor, das gegenwärtig an die Beschäftigten versendet wird. „Offenbar sucht die Unternehmensführung die Konfrontation mit den eigenen Beschäftigten und der Gewerkschaft. Damit gerät die Arbeitsfähigkeit des gesamten Unternehmens ernsthaft in Gefahr“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder in einer ersten Reaktion.

In dem Schreiben bekräftigt die Unternehmensführung ihre Absicht, an der Gründung der umstrittenen T-Service-Sparte festzuhalten. Gleichzeitig heißt es dort, die Telekom sei „in vielen Teilen zu teuer“. Deshalb müssten „Anpassungen der bestehenden Tarifverträge“ erreicht werden, bezogen auf eine Verlängerung der Arbeitszeit auf „mindestens 38 Stunden“ sowie eine Absenkung der Löhne.

ver.di hatte am Vortag der Telekom-Führung in einer Grundsatzerklärung eine gemeinsame Serviceoffensive mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Zufriedene Kunden und zufriedene Beschäftigte seien der Schlüssel für die Zukunft des Unternehmens, heißt es in der Erklärung.

Dagegen verharmlose der Brief an die Belegschaft die eigentlichen Absichten, die für die Beschäftigten der Telekom und ihre Familien schwerwiegende Konsequenzen hätten. „Der Vorstand hat sich leider noch nicht der Erkenntnis gestellt, dass das Unternehmen nur mit und nicht gegen die Beschäftigten zu retten ist“, bedauerte Schröder. Die Beteuerungen, dass mit der Ausgliederung keine Verkaufsabsichten verbunden seien, hält ver.di für unglaubwürdig. Schließlich würden bereits jetzt immer wieder Unternehmensteile veräußert. Offensichtlich verfolge das Management das Ziel, den Konzern zu filetieren und reif zu machen für einen Teilverkauf.

Schröder kündigte den massiven Widerstand von Beschäftigten und ver.di gegen Auslagerungspläne und Lohnkürzungen an. „Eine Zerschlagung der Telekom ist mit uns nicht zu machen“, bekräftigte er.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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