Pressemitteilung | Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
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Tempo 120 bringt keinen Umweltvorteil

(Frankfurt) - Das vom Präsidenten des Umweltbundesamtes Troge geforderte generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen bringt nach Feststellungen des Automobilclub von Deutschland AvD nicht die versprochenen Vorteile für die Umwelt. Der AvD wirft Troge vor, die Grundlagen bewusst verzerrt darzustellen, um sein altbekanntes ideologisches Ziel durchzusetzen.

Laut AvD ist zwar die Behauptung richtig, eine Begrenzung des Tempos auf 120 km/h könne die CO2-Emissionen eines Fahrzeuges um bis zu 30 Prozent senken, doch beziehe sich dies eben nur auf das einzelne Fahrzeug.

Insgesamt gilt auf weniger als 20 Prozent der deutschen Autobahnen freie Fahrt, die Durchschnittsgeschwindigkeit aller PKW liegt im gesamten Autobahnnetz bei unter 117 km/h und mehr als 95 Prozent aller Unfälle geschieht bei Geschwindigkeiten von unter 100 km/h. Die von UBA-Chef Troge versprochenen positiven Auswirkungen werden deshalb schlichtweg nicht eintreten. Im

Gegenteil: Die angesichts des starken LKW-Verkehrs notwendige Entflechtung des Verkehrs durch streckenweise freie Fahrt würde durch Verlagerung und Verlangsamung des Verkehrs auf den linken Autobahnspuren zu mehr Staus und mehr Auffahr-Unfällen führen, die auch negative Auswirkungen auf die Abgasbilanz haben. Der AvD weist auch darauf hin, dass die Unfallzahlen auf deutschen Autobahnen trotz europaweit höchster Nutzungsquote weit unter denen der meisten europäischen Staaten mit generellem Tempolimit liegen und fordert den UBA-Präsidenten auf, seine populistischen Vorschläge wissenschaftlich neutral untermauert zu begründen, wie es der Steuerzahler von einem Bundesamt erwarten könne, das mit Bundesmitteln betrieben werde.

Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) Sven Janssen, Pressesprecher Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260

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