Trotz höchster Strompreise heute: Ab 2013 geht es erst richtig los / Politik treibt mit CO2-Auktion völlig unnötig die Strompreis auf neue Rekorde
(Essen) - Die geplante Vollversteigerung der CO2-Zertifikate ab 2013 wirft schon heute 5 Jahre vorher deutlich ihre strompreistreibenden Schatten voraus. Damit bestätigt die Börse erstmals, wovor der VIK die Interessenvertretung industrieller Energiekunden seit Monaten warnt: Auch wenn die Politik es bestreitet, die Stromunternehmen werden nicht nur ihre Versteigerungskosten an ihre Stromkunden weitergeben, sondern sich zusätzlich noch ihre gewohnte Gewinnmarge zurückholen. Der VIK befürchtet eine Strompreissteigerung von mindestens 50 Prozent durch die ab 2013 geplante CO2-Vollversteigerung, so der VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann. Dabei sind die Strompreise heute mit über 80 Euro/MWh bereits viel zu hoch. Für beides ist die fehlerhafte Ausgestaltung der ersten Handelsperiode des CO2-Emissionshandels in höchstem Maße verantwortlich. Sie bescherte den Stromerzeugern die hohen Windfall Profits.
Leider will die Politik diesen Fehler nun nicht heilen, sondern diesen zusätzlichen Geldregen zu Lasten der Stromkunden in die eigenen Taschen umlenken. Die heute bereits mögliche, aber völlig unnötige Teilversteigerung der CO2-Emissionsrechte von 9 Prozent kostet die Stromkunden derzeit schon jährlich 1 Milliarde Euro zusätzlich. In den Jahren 2013 bis 2020 wird die ebenfalls unnötige Vollversteigerung der CO2-Emissionsrechte weit über 100 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse spülen. Bezahlen werden die CO2-Versteigerungkosten alleine die Stromkunden in Haushalten, Gewerbe, Mittelstand und Industrie. Die EVU werden dagegen weiter profitieren durch die nochmal erhöhten Strompreise.
Die von VIK vorab ermittelten möglichen Zusatzbelastungen der Stromkunden von über 100 Milliarden Euro in den Jahren 2013 bis 2020 werden nun schon von den realen Zahlen allmählich bestätigt. So steigen die Terminmarktpreise für Strom ab 2013 weit stärker als die Strompreise der Vorjahre. Darin spiegelt sich ganz schlicht die reale Wirkungsweise der vom VIK befürchteten Stromsteuer, die die Politik in den kommenden Monaten unter dem Deckmantel des Klimaschutzes für die Jahre 2013 bis 2020 in Kraft setzen will.
Dabei helfen diese künstlich zu Gunsten des Staates erhöhten Strompreise nicht einmal dem Klimaschutz. Es wird kein Gramm CO2 zusätzlich eingespart.
Noch ist Zeit, dieses falsche Vorgehen zu stoppen. Hilfreiche Vorschläge des VIK liegen der Politik vor. Diese muss nur handeln und auf eine weitere Belastung der Stromkunden verzichten! Damit würde der ursprüngliche Sinn des Emissionshandels möglichst kostengünstigen und nicht maximal teuren Klimaschutz zu erreichen tatsächlich erfüllt.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft
Pressestelle
Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen
Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430
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