Pressemitteilung | IG BAU - Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
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Über 100 Baustellen im Streik

(Frankfurt am Main) - Wie geplant traten Montagfrüh (18. Juni 2007) über 1.000 Bauarbeiter auf ca. 110 Baustellen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in einen unbefristeten Streik. Sie wollen damit das am 19. Mai erzielte Schlichtungsergebnis durchsetzen, das eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um insgesamt 3,5 Prozent in 2007 vorsieht.

Zuvor hatten sich in der Urabstimmung 87,9 Prozent der Beteiligten für einen Streik ausgesprochen.

„Es ist toll, wie mutig und entschlossen die Kolleginnen und Kollegen auf den Baustellen in den Streik getreten sind. Es reicht ihnen, wie die niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Arbeitgeber mit ihnen in dieser Tarifrunde umgesprungen sind“, äußerte der IG-BAU-Vorsitzende Klaus Wiesehügel in einer ersten Bewertung zum Streikbeginn.

Um den Druck zu erhöhen, wird die IG BAU am Dienstag (19. Juni 2007) weitere Betriebe in den Streik einbeziehen. Wie lange dieser Streik dauert, ist noch nicht abzusehen, da die IG BAU darauf besteht, dass die baugewerblichen Arbeitgeberverbände in Niedersachsen und Schleswig-Holstein das Schlichtungsergebnis anerkennen, das sie selbst mit ausgehandelt haben.

„Eine sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit im Baugewerbe braucht ein gewisses Maß an Verlässlichkeit zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgeberverbänden. Sie ist hier von zwei regionalen Arbeitgeberverbänden aufs Gröbste mit den Füßen getreten worden. Das können und werden wir nicht hinnehmen. Wir hoffen, dass sich die besonnenen Kräfte in diesen Verbänden durchsetzen und wieder einen partnerschaftlichen Umgang auf der Basis ausgewogener Tarifverträge pflegen“, so Wiesehügel.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800

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