Pressemitteilung | Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.

Übergeschnappt? / BDI-Chef preist elektronische Gesundheitskarte an

(Berlin) - Der Hauptgeschäftsführer des BDI Werner Schnappauf sollte sich mit den Dingen befassen, von denen er auch etwas versteht. Das Gesundheitswesen gehört nicht dazu." sagt FVDZ-Bundesvorstandsmitglied Bertram Steiner zur Pressemitteilung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie mit dem Titel "Elektronische Gesundheitskarte muss unverzüglich starten". Dass die Patienten von der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) profitieren würden, sei durch nichts bewiesen und erst recht ließen sich keine fünf Milliarden Euro jährlich damit einsparen, kommentiert Steiner.

Wie wenig Schnappauf von der Materie verstehe, zeigten seine Äußerungen bezüglich der Datensicherheit. Da Schnappauf sogar Gesundheitsminister in Bayern war, sollte er über die bisherigen eklatanten Misserfolge bei der Karteneinführung eigentlich besser informiert sein.

Dreist sei Schnappaufs Forderung, die Karte forciert einzuführen, um "Impulse für Wachstum und Beschäftigung" zu setzen, so Steiner: "Ein Produkt eGK für viele Milliarden in den Markt zu drücken, auch wenn es keinen medizinischen Fortschritt bringt, nur damit die Industrie Aufträge bekommt, ist einfach unseriös. Der BDI sollte sich nicht zum Sprachrohr einiger Firmen aus dem IT-Bereich machen, die den Gesundheitsmarkt in ihrem Sinne steuern und abschöpfen wollen."

Quelle und Kontaktadresse:
Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V. Pressestelle Mallwitzstr. 16, 53177 Bonn Telefon: (0228) 85570, Telefax: (0228) 340671

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