Pressemitteilung | Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. - Landesverband Berlin (ADFC)

Umparken fürs Klima: ADFC-Aktion vor der Großdemonstration #AlleFürsKlima

(Berlin) - Vor der Großdemonstration #AlleFürsKlima finden am 20. September zahlreiche Aktionen zum Internationale Park(ing) Day statt. In Berlin und auf der ganzen Welt besetzen Menschen Autoparkplätze und verwandeln sie mit kreativen Aktionen in lebenswerte Plätze. Vormittags lädt der ADFC Berlin zu einer zentralen Aktion in der Kreuzberger Wrangelstraße ein. Von dort fährt ein Fahrradkorso zur Großdemonstration am Brandenburger Tor, an der der ADFC als #CyclistsForFuture-Block teilnimmt.

Am 20.09.2019 von 10:00 - 11:45 Uhr besetzen der ADFC Berlin und andere Initiativen und Vereine Parkplätze in der Wrangelstraße, auf Höhe der Hausnr. 82.

Ab 11:45 Uhr: Gemeinsamer Fahrradkorso zur Großdemonstration am Brandenburger Tor
Am 20. September sind in Berlin statt Autos am Straßenrand plötzlich Sitzecken, Cafés oder Bühnen zu sehen. Aktivistinnen und Aktivisten ziehen Parktickets, nutzen die Parkplätze als Freiraum und geben sie so an den Menschen zurück. Mit der Aktion machen sie auf den enormen Flächenverbrauch von Autos in Städten und die klimaschädlichen Auswirkungen des wachsenden Autoverkehrs aufmerksam.

ADFC-Landesvorsitzende Eva-Maria Scheel sagt: "Die Politik will weniger Autoverkehr, aber Parkplätze gelten weiterhin als heilige Kuh. Dabei wird der Platz dringend für Alternativen zum Autofahren gebraucht. Wo jetzt Autos stehen, müssen Rad- und Gehwege und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Menschen in der wachsenden Stadt entstehen."
Der ADFC Berlin fordert deshalb flächendeckende Parkraumbewirtschaftung innerhalb des S-Bahnrings zu Gebühren auf europäischem Durchschnittsniveau. Die Einnahmen könnten in die Förderung der Radinfrastruktur und des ÖPNV sowie in die Aufwertung des öffentlichen Raums fließen. Das trägt nicht nur zu mehr Lebensqualität bei, sondern auch zum Erreichen der Klimaziele, von denen Berlin weit entfernt ist.

"Berlin verschleudert seinen öffentlichen Raum umsonst oder zu Schnäppchenpreisen, dabei ist der Parkraum ist die entscheidende Stellschraube zur Regulierung des Autoverkehrs. Solange es selbstverständlich ist, sein Auto kostenlos zu parken, bleibt es oftmals die bequemste Art der Fortbewegung - auf Kosten aller anderen", sagt Frank Masurat, Mitglied im Landesvorstand.

Selbst wo Parktickets nötig sind, liegen die Gebühren in Berlin unter dem europäischen Durchschnitt. Während in London eine Stunde Parken durchschnittlich 5,60 Euro kostet, sind es in Berlin nur drei Euro. Ein Anwohnerparkausweis kostet pro Jahr in Stockholm 827 Euro, in Kopenhagen 535 Euro, in Zürich 300 Franken - in Berlin ist er für 10,20 Euro zu haben.


Über den Park(ing) Day
Der Park(ing) Day wurde 2005 erstmals von Aktivisten in San Francisco ins Leben gerufen und findet seitdem an jedem dritten Freitag im September statt. Aktionen finden neben Berlin in zahlreichen anderen Großstädten in Deutschland und der ganzen Welt statt.
In Berlin beteiligen sich neben dem ADFC-Landesverband auch der VCD Nordost, autofrei leben e.V., die Intiative Autofreier Wrangelkiez, Autofreies Kreuzberg, das Bündnis Temporäre Spielstraßen Berlin, Changing Cities und weitere Initiativen sowie Anwohnerinnen und Anwohner.

Quelle und Kontaktadresse:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. Landesverband Berlin (ADFC) Pressestelle Brunnenstr. 28, 10119 Berlin Telefon: (030) 4484724, Fax: (030) 44340520

(ds)

NEWS TEILEN: