Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Umweltminister vollzieht überfällige Wende / VCD: Gabriel muss jetzt in der Koalition für Tempolimit kämpfen / Unterstützung in der Bevölkerung

(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) bezeichnet die heute (11. Januar 2008) in den Medien verbreitete Aussage des Umweltministeriums, ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sei für den Klimaschutz unverzichtbar, als überfällige Wende hin zu mehr Klimaschutz im Verkehr. *Es war höchste Zeit, dass sich der Umweltminister hinter die Forderung seiner Partei stellt, ein generelles Tempolimit in Deutschland einzuführen", erklärt Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender. Viel zu lange habe Gabriel die Effekte dieser Maßnahme für Umwelt und Sicherheit kleingeredet. *Wir fordern Minister Gabriel auf, seine bisherigen Versäumnisse auf diesem Gebiet wettzumachen und jetzt in der Koalition entschlossen für die Umsetzung des SPD-Parteitagsbeschlusses zum Tempolimit zu kämpfen", ergänzt Gehrmann.

Dabei gelte es nicht nur, große Widerstände in der Union zu überwinden, sondern auch parteiinterne Kritiker eines Tempolimits gemeinsam mit den vielen Befürwortern aus allen Fraktionen in die Defensive zu bringen. Gehrmann: *Wenn die stellvertretende Parteivorsitzende Andrea Nahles sich in Interviews gegen ein Tempolimit ausspricht und als Begründung anführt, sie würde ungern auf ihre Lieblings-Rennstrecke auf der A 48 verzichten, zeigt das exemplarisch, welchen Stellenwert Gemeinwohl und Verantwortung für Umwelt und Gesundheit bei einigen Volksvertretern haben." Die Politik müsse sich von derartigen Einzelinteressen und dem Einfluss der Autolobby distanzieren und dem Willen der Bevölkerung folgen. In repräsentativen Umfragen der letzten Monate hatte sich immer wieder eine Mehrheit für ein generelles Tempolimit in Deutschland ausgesprochen.

Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h ließen sich sofort jährlich rund drei Millionen Tonnen Kohlendioxid in Deutschland einsparen. Darüber hinaus würde ein Tempolimit die aus Klimaschutzgründen unbedingt notwendige Veränderung der Modellpalette bei Neuwagen zugunsten leichterer und sparsamerer Fahrzeuge beschleunigen. Auch für die Verkehrssicherheit wäre aus Sicht des VCD viel gewonnen: Allein auf deutschen Autobahnen sterben jedes Jahr rund 650 Menschen, fast 6000 werden schwer verletzt. Dabei ist zu hohe Geschwindigkeit häufig die Unfallursache. Deutschland ist das einzige industrialisierte Land weltweit ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Almut Gaude, Pressesprecherin Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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