Universität Jena ermittelt im Auftrag des ESCO Forum im ZVEI Einsparpotenzial durch Wärmecontracting / 27 Mio. Tonnen CO2-Emissionsreduzierung bis 2015 in der Wohnungswirtschaft möglich
(Berlin/Frankfurt am Main) - Das ESCO Forum im ZVEI und das Institut für Energiewirtschaftsrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben in der Thüringischen Landesvertretung beim Bund eine Studie zur Prognose der Marktdurchdringung des Contracting in der Deutschen Wohnungswirtschaft vorgestellt. Prof. Dr. Johannes Ruhland und Dipl.-Kfm. Ralf Herud, die Verfasser des Gutachtens, ermittelten hohe energetische, ökologische und ökonomische Potenziale. Ruhland: Zusammenfassend können wir feststellen, dass Contracting im Vergleich zur Eigenversorgung bei der von uns für machbar gehaltenen Marktdurchdringung von 90 Prozent bis zum Jahr 2015 Einsparpotenziale in Höhe von rund zehn Mrd. Euro, 27 Mio. Tonnen CO2 und 120 TWh Energie ermöglicht.
Raimund Luger, Vorsitzender des ESCO Forum erläutert dazu: Als Voraussetzung zur Hebung dieser hohen Effizienzpotenziale in der Wohnungswirtschaft muss das sogenannte Investor-Nutzer-Dilemma aufgelöst werden. Ein Weg dazu ist, zunächst Chancengleichheit zwischen Eigenversorgung und Energiedienstleistung herzustellen. Der Übergang von der Eigenversorgung durch den Vermieter zur Energie¬dienstleistung durch den Contractor ist jedenfalls zweifelsfrei ohne ausdrückliche Mieterzustimmung zuzulassen, wenn dabei der Mieter nicht schlechter gestellt wird als bei einer Lösung in Eigenregie nach heutiger Rechtslage. Modernisierungsinvestitionen in eine Eigen¬versorgung durch den Vermieter bleiben allerdings zurzeit häufig aus, da die daraus resultierenden Energieeinsparungen ausschließlich dem Mieter zugute kommen.
Luger: Dieses Gutachten ist unser zweiter Beitrag zur Aufhebung des Investor-Nutzer-Dilemmas, nachdem wir bereits im September 2007 durch ein rechtliches Gutachten herausgearbeitet hatten, dass eine legislative Änderung des Bundesgesetzbuchs (BGB) zur Aktivierung der Effizienzpotenziale des Wärmecontracting unausweichlich ist. Mit dem marktorientierten Gutachten wollen wir die Potenziale fundiert quantifizieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
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