Unsichere Elektrogeräte und Plagiate sind eine Plage
(Frankfurt am Main) - Die Elektroindustrie warnt vor zahlreichen unsicheren Produkten und Plagiaten. Sie gefährden Arbeitsplätze und schaden darüber hinaus vielfach auch dem Verbraucher. Darauf wies der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie im Rahmen der Tagung "Produktsicherheit und Energieeffizienz - Verbraucherschutz durch Herstellerverantwortung und Marktüberwachung" hin. Die Elektroindustrie fordert deshalb eine wirksame, konsequente Marktüberwachung.
"Nachgebaute Elektrogeräte betrügen den Verbraucher nicht nur, sondern setzen ihn auch Gefahren aus", so Daniel Hager, Vorstandsvorsitzender der Hager Group. "Bis zu vier Prozent der im Umlauf befindlichen Elektrobauteile sind Plagiate und damit potenziell unsichere Produkte. Zum Beispiel kann aber ein FI-Schutzschalter in Küche und Bad nur dann Leben retten, wenn er technisch auf dem besten Stand ist. Plagiate bieten diesen Schutz in vielen Fällen nicht." Seriöse Hersteller investieren dagegen erheblich in Qualitätssicherung. "Unsere unabhängigen Qualitätsmanager prüfen bei Neuentwicklungen die Sicherheit der Produkte und sperren notfalls den Verkauf, wenn Mängel gefunden werden", erläuterte Helmut Macht, Technikvorstand bei Siemens Building Technologies.
Der Verbraucherschutz betont die Notwendigkeit einer funktionierenden staatlichen Marktüberwachung. Monika Büning, Referentin Umwelt und Produktsicherheit der Verbraucherzentrale Bundesverband: "Wir fordern ein Konzept, das Kontrollquoten, Ladenbegehungen und stichprobenartige Messungen beinhalten muss."
"Die Aufsichtsämter in den Bundesländern wollen durch engere Abstimmung und Spezialisierung ihre Arbeit weiter verbessern", wie Hans-Georg Niedermeyer vom Arbeitsausschuss Marktüberwachung der Länder versicherte. Der ZVEI fordert, dieses Ziel schnell umzusetzen. Die neue europäische Rahmengesetzgebung verpflichte die Staaten zur Einführung geeigneter Systeme. Eine effiziente Marktüberwachung in enger Zusammenarbeit mit dem Zoll schütze den Verbraucher und die Arbeitsplätze in der deutschen Industrie, denn viele der betrügerischen Hersteller sitzen im Ausland.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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