Unternehmensinsolvenzen auch 2007 deutlich rückläufig
(Berlin) - Für 2007 ist angesichts des anhaltend kräftigen Aufschwungs, der inzwischen auch zu einer deutlichen Belebung der Binnenkonjunktur geführt hat, mit einem ähnlich kräftigen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen wie 2006 zu rechnen. In seinen jüngsten Konjunkturbericht prognostiziert der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für 2007 einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um rund 5.000 auf nur noch rund 25.000 Konkurse.
Damit sinke die Zahl der Unternehmensinsolvenzen wieder unter das Niveau von 1999.Da die Marktbereinigung in der Unternehmenslandschaft in Ostdeutschland bereits recht weit fortgeschritten sei, dürfte der Insolvenzrückgang im Osten anders als in den Vorjahren geringer ausfallen als im Westen. In den neuen Bundesländern seien wahrscheinlich, so der BVR, rund 6.000 Unternehmen (-16 Prozent) und in den alten Bundesländern rund 19.000 Unternehmen (-18 Prozent) in diesem Jahr vom Konkurs betroffen.
Die Dienstleistungsbranche werde auch in diesem Jahr die Insolvenzstatistik anführen. Deutliche Verbesserungen seien im Verarbeitenden Gewerbe zu erwarten. Auch im Handel sei im Zuge der angesprungenen Binnenkonjunktur mit einer erneuten Verringerung der Insolvenzzahlen zu rechnen. Mit Unsicherheit sei die Entwicklung im Baubereich behaftet. Allerdings seien auch hier rückläufige Insolvenzzahlen zu erwarten. Der prozentuale Rückgang dürfte sich jedoch gegenüber 2006 abschwächen.
Ausschlaggebend für diese erfreuliche Entwicklung sei, dass die Unternehmen, insbesondere des Verarbeitenden Gewerbes, in den zurückliegenden Jahren der Stagnation einen schmerzhaften Prozess der Restrukturierung vollzogen hätten. Heute stünden daher immer mehr Unternehmen finanziell und betriebswirtschaftlich auf stabilerem Boden und könnten sich im internationalen Wettbewerb sehr gut behaupten.
Während bislang vor allem größere, exportorientierte Unternehmen von dem wirtschaftlichen Aufschwung und dem Exportboom der vergangenen Jahre profitiert hätten, verbessert sich nun nach Auffassung des BVR auch die Lage der kleinen Unternehmen. Da vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Unternehmenslandschaft in Deutschland prägten und sie auch am häufigsten von Insolvenzen betroffen seien, sei gerade hier im Zuge der spürbaren Zunahme der Binnennachfrage erneut mit einer deutlich sinkenden Zahl an Konkursen zu rechnen. Hinzu komme, dass der jahrelang anhaltende Konsolidierungsprozess der Bauwirtschaft inzwischen zum Ende gekommen sei.
Quelle und Kontaktadresse:
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Hauptgeschäftsstelle
Melanie Schmergal, Pressesprecherin
Schellingstr. 4, 10785 Berlin
Telefon: (030) 20210, Telefax: (030) 20211900
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