Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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US-Truppenabzug aus Deutschland

(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) befürchtet, dass rund die Hälfte der 15.000 zivilen deutschen Arbeitsplätze durch den geplanten Abzug großer Teile der in Deutschland stationierten Truppen der US-Army verloren gehen.

Christian Zahn vom ver.di-Bundesvorstand forderte Bund, Länder und Kommunen daher auf, sofort mit der Erarbeitung von Konversionskonzepten zu beginnen: „Jetzt müssen alle an einen Tisch. Die betroffenen Zivilbeschäftigten und ihre Familien, ebenso wie die Regionen und Kommunen haben keine Zeit zu verlieren. Die vorhandenen Tarifverträge zur sozialen Sicherung bei Truppenabbau sind nicht ausreichend, um die Folgen des Abzugs auszugleichen“, warnte Zahn.

ver.di sei bereit, sich sofort mit den Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern an einen Tisch zu setzen und ihre Er¬fahrungen einzubringen. „Wir sollten uns nicht darauf konzentrieren, das Schlimmste zu verhindern, sondern Chancen für die Menschen und ihre Regionen eröffnen.“

In den strukturschwachen Standorten und Regionen drohe den Menschen ansonsten die Langzeitarbeitslosigkeit. Verschärft werde das Problem dadurch, dass neben dem Wegfall der Arbeits¬plätze bei den US-Streitkräften auch Tausende unmittelbar betroffene Arbeitsplätze beim Handwerk, im Handel und bei Dienstleistern gefährdet seien.

„Die Erfahrungen aus den 90er Jahren haben uns gelehrt, dass nur im Verbund aller politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, nur durch regional angepasste Lösungsstrategien und nur durch entschlossenes Handeln der Region und ihren Menschen eine Zukunftsperspektive eröffnet werden kann“, machte Zahn deutlich. Es sei die Pflicht der öffentlichen Hand, die Zivilbeschäftigten und ihre Familien jetzt nicht im Stich zu lassen. Die Beschäftigten hätten jahrzehntelang einen wichtigen Beitrag für die äußere Sicherheit Deutschlands geleistet und ein Recht darauf, einen Teil dieser Dividende zurück zu bekommen.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956

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