VCD fordert internationale Kerosinsteuer
(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die derzeit in Potsdam tagenden Umweltminister der G-8-Staaten aufgefordert, die Einführung einer internationalen Kerosinsteuer als eine konkrete Maßnahme für mehr Klimaschutz voranzutreiben. Die CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr seien seit 1990 weltweit um über 80 Prozent angestiegen. Nach Angaben des Weltklimarats IPCC trage der Luftverkehr heute mit 3,5 Prozent zur globalen Erwärmung bei, bis 2050 werde sich dieser Anteil auf bis zu 15 Prozent erhöhen. Trotzdem gäbe es international noch immer keinerlei Bemühungen, diese klimaschädliche Entwicklung einzudämmen, kritisierte der VCD.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: Die Auswirkungen des zunehmenden Flugverkehrs auf das Klima sind verheerend. Es ist unbegreiflich, warum Flugzeuge trotzdem noch immer steuerfrei um die Welt fliegen dürfen. Wenn die G-8-Staaten ihrer Verantwortung für den Klimawandel gerecht werden wollen, dann gehört die internationale Kerosinsteuer dringend auf die Tagesordnung des im Juni stattfindenden Gipfeltreffens in Heiligendamm. Es liegt in den Händen der Umweltminister, dafür jetzt ein Signal zu setzen."
Durch eine Besteuerung von Kerosin würden Anreize für Fluggesellschaften geschaffen, sparsamere Flugzeuge zu bauen. Gleichzeitig würde eine an den Klimakosten orientierte Verteuerung von Flugtickets den Boom sogenannter Billigflieger bremsen. Laut einer Studie des europäischen Verkehrsverbands Transport and Environment könnten durch eine weltweite Kerosinsteuer von 0,125 Euro pro Liter die CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr um zehn Prozent reduziert werden.
Gerald Meyer, VCD-Experte für Flugverkehr: Die für eine Kerosinbesteuerung zuständige internationale Luftfahrtorganisation der Vereinten Nationen, die ICAO, stellt sich auf dem Klimaohr komplett taub. Wir fordern deshalb die mächtigsten acht Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels auf, die Initiative für eine weltweite Kerosinsteuer zu ergreifen und die Flugbehörde endlich zum Handeln zu bewegen."
Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband
Almut Gaude, Pressesprecherin
Kochstr. 27, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

