Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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VCD ruft Verkehrsminister zu klimapolitischer Vernunft auf

(Berlin/Wernigerode) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die Verkehrsminister der Länder aufgefordert, sich bei ihrem Treffen am 18. und 19. April gegen die Zulassung von Riesen-Lkw auszusprechen. Außerdem müssten sie die Testfahrten der sogenannten Gigaliner in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sofort stoppen. Durch die Einführung der bis zu 60 Tonnen schweren und über 25 Meter langen Lastzüge würden mindestens 30 Prozent der Fracht von der Schiene auf die Straße verlagert. Dies bedeute einen Mehrausstoß von jährlich rund 3,5 Millionen Tonnen CO2 und widerspräche somit allen Bemühungen für mehr Klimaschutz im Verkehr. Bei der Verkehrsministerkonferenz in Wernigerode steht der Einsatz von Riesen-Lkw auf der Tagesordnung.

Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand: „Gigaliner sind nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch völlig unsinnig. Einige Bundesländer wollen trotzdem per Salami-Taktik mit sogenannten Modellversuchen die Riesen-Lkw auf bundesdeutschen Straßen salonfähig machen. Wir fordern die Verkehrsminister auf, diesem Größenwahn endlich einen Riegel vorzuschieben."

Riesen-Lkw könnten aufgrund ihres Gewichts enorme Zusatzkosten für die Straßeninfrastruktur verursachen. Allein für die dringendsten Maßnahmen an Brücken schätzt das Bundesverkehrsministerium den Mehrbedarf auf vier bis acht Milliarden Euro jährlich. Diese Kosten würden den Steuerzahlern zusätzlich zu den Umweltfolgekosten aufgebürdet. Darüber hinaus warnte der VCD vor einem erhöhten Unfallrisiko durch die Gigaliner. Schon heute sei bei jedem fünften tödlichen Straßenverkehrsunfall ein Lkw beteiligt.

Heidi Tischmann, VCD-Expertin für Güterverkehr: „Für Autofahrer wird es mit überdimensionierten Lkw risikoreicher, da sich die Überholwege verlängern. Radfahrer und Fußgänger sind wegen der Unübersichtlichkeit der Wagen stark gefährdet. Durch die Trägheit der Monster-Trucks sind zudem Beeinträchtigungen des gesamten Verkehrs zu erwarten."

Hintergrundinformationen zum Thema in der Resolution der „Allianz pro Schiene", die der VCD mit 14 anderen Verbänden verabschiedet hat, unter www.gueter-auf-die-schiene.de.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Almut Gaude, Pressesprecherin Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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