VCD-Statement zur VDA-Forderung nach staatlicher Hilfe für deutsche Autobauer
(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die Forderung des Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, nach Milliarden-Hilfen für die deutsche Automobilbranche scharf kritisiert. Wissmann fordert von der EU rund 20 bis 40 Milliarden Euro in Form zinsgünstiger Kredite, die in die Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe fließen sollen. Dazu Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD:
"Die hiesigen Autobauer brauchen keine staatliche Finanzspritze. Die deutsche Automobilindustrie ist weitaus besser aufgestellt, als es die amerikanischen Hersteller sind. VW hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres Rekordgewinne erzielt. Porsche hat im letzten Jahr sogar mehr Gewinn als Umsatz gemacht! Jeder einfache Kaufmann legt seine Gewinne aus guten Zeiten für die schlechten Zeiten zurück. Das müssen auch die Autohersteller tun und dürfen jetzt nicht scheinheilig nach staatlicher Unterstützung für den Bau umweltfreundlicher Autos betteln. Spritsparende Autos herzustellen ist eine Kernaufgabe, die die Autobauer trotz ihrer Gewinne sträflichst vernachlässig haben. Sie jetzt dafür auf Kosten der Steuerzahler zu belohnen wäre ein Skandal. Zudem hat sich Wissmann selbst noch im November gegen einen Subventionswettlauf mit den Amerikanern ausgesprochen."
Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband
Daniel Kluge, Pressesprecher
Kochstr. 27, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110
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