ver.di befürchtet massiven Personalabbau bei Schlecker
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wirft Europas größtem Drogeriediscounter Schlecker trotz 6,5 Milliarden Euro Jahresumsatz massiven Personalabbau vor. Im Zuge eines Standortoptimierungsprogramms würden nach ver.di-Schätzung derzeit rund 1.000 kleinere und umsatzschwächere Filialen geschlossen. Zeitgleich expandiere Schlecker und eröffne eine Vielzahl neuer Filialen, in denen Beschäftigte mit niedrigeren Löhnen eingestellt würden. Rund 1.000 Beschäftigten sei bereits gekündigt worden oder drohe eine betriebsbedingte Kündigung. Es sei davon auszugehen, dass mindestens 8.000 der insgesamt 40.000 Beschäftigten die wöchentliche Arbeitszeit gekürzt werde obwohl bereits rund 80 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit arbeiteten.
Nur ein Viertel der Beschäftigten wird von Betriebsräten vertreten. Die Kolleginnen sind in diesen Filialen den Plänen ihres Arbeitgebers vollkommen schutzlos ausgeliefert, stellte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane auf einer bundesweiten Betriebsrätekonferenz von Schlecker-Beschäftig-ten fest. Schlecker torpediere nach wie vor die Wahl von Betriebsräten. Wir ermutigen alle Betroffenen, sich sofort an ver.di und den Gesamtbetriebsrat zu wenden, um Klage einzureichen und Betriebsräte zu installieren, kündigte Mönig-Raane an. Der Gesamtbetriebsrat habe bereits weitgehende rechtliche Schritte eingeleitet.
Die stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Schlecker, Marion Tesche, übte scharfe Kritik an der Geschäftsführung durch das Ehepaar Schlecker: Die Schleckers verweigern nicht nur jegliche Informationen über das Ausmaß der Schließungen und des Personalabbaus, sondern auch, bundesweit für die Betroffenen arbeitsplatzsichernde Maßnahmen und Sozialplanregelungen zu schaffen.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V.
Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin
Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956
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