Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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ver.di: deutliche Zinssenkung der EZB überfällig

(Berlin) - Angesichts der auch auf die europäische Wirtschaft immer stärker durchschlagenden Finanzmarktkrise fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Europäische Zentralbank auf, endlich ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und die Zinsen zu senken. Seit Ende 2005 habe die EZB den Leitzins kontinuierlich von 2,0 Prozent auf 4,25 Prozent angehoben. "Mit dieser ständigen Erhöhung der Leitzinsen muss Schluss sein. Das hat bereits in der Vergangenheit die Wirtschaft geschädigt", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Angesichts der Zuspitzung der internationalen Finanzkrise und der drastischen Senkung der Leitzinsen in den USA müsse auch die EZB endlich die Zinsen senken. "Jeder Tag, den die EZB weiter zögert, belastet die europäische Wirtschaft", so Bsirske.

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Euroland habe sich erwartungsgemäß im September weiter abgeschwächt. Zudem sei diese Inflation weitgehend importiert. Deshalb fehle auch jedes Argument, weiter am hohen Zinsniveau festzuhalten. Niedrigere Zinsen würden angesichts der durch die Finanzkrise drohenden Kreditklemme gerade für mittelständische Unternehmen eine wirksame Entlastung darstellen.
"Um ein spürbares Signal zu setzen, müsste der Leitzins um wenigstens
0,5 Prozentpunkte gesenkt werden", betonte der ver.di-Vorsitzende.
Hilfreich wäre auch die Ankündigung der EZB, dass sie bei einer Zuspitzung der Finanzkrise oder bei einer Rezession mit weiteren Zinssenkungen reagieren würde.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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