ver.di erwartet Arbeitgeberangebot für die Einzelhandelsbeschäftigten
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird mit allen Arbeitgebern, die sich verhandlungsbereit zeigen, Verhandlungen über die Flächentarifverträge im Einzelhandel aufnehmen: "Die Arbeitgebervertreter in Nordrhein-Westfalen sind zu wenig flexibel, als dass wir dort noch länger einen so genannten Pilotabschluss erwarten", erklärte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane. Sie gehe davon aus, dass stattdessen in einem anderen Landesbezirk ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt werde:
"Orientierung dafür bietet das Angebot der Rewe-Group für einen Vorschalttarifvertrag", machte Mönig-Raane deutlich. Der Einzelhandelskonzern hatte angeboten, mit ver.di über Einkommenserhöhungen von drei Prozent und Einmalzahlungen bis zu 450 Euro zu verhandeln. Allerdings sehe dieses Angebot auch einen späteren Beginn der Zuschläge an den Samstagen vor, der für ver.di nicht hinnehmbar sei. Diese Regelungen sollten gelten, bis die Verhandlungen über die Flächentarifverträge in den Bundesländern jeweils abgeschlossen sind.
Mönig-Raane kündigte an, dass ver.di den Arbeitgebern bis Mitte Februar Zeit ließe, ein Angebot auf dieser Basis vorzulegen:
"Andernfalls knüpfen wir nahtlos an unsere sehr erfolgreichen Streikaktionen vom Dezember an. Unser Ziel ist nach wie vor der Erhalt der regionalen Flächentarifverträge."
ver.di führt in allen Bundesländern autonome Tarifverhandlungen für die rund 2,6 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel. Die jeweiligen Forderungen liegen zwischen 4,5 und 6,5 Prozent. Überall sollen die Zuschläge für Spät- und Wochenendarbeit erhalten bzw. ausgebaut werden. Außerdem fordert ver.di in den meisten Ländern ein Mindesteinkommen in Höhe von 1.500 Euro.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Tarifrunde ÖPNV: ver.di ruft erneut zu Streiks in mehreren Bundesländern auf
- ver.di begrüßt Entschließungsantrag im Bundesrat für umfassende BAföG-Reform von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern
- ver.di ruft Beschäftigte zur Teilnahme an Betriebswahlen 2026 auf – Werneke: „Demokratie endet nicht am Werkstor – Arbeitsbedingungen gemeinsam verbessern!“
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

