ver.di fordert Garantien für Berliner Verlagsgruppe
(Berlin) - Anlässlich des Verkaufs der Berliner Verlagsgruppe an die Investorengruppe Mecom/VSS fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Garantien für die gesamte Berliner Verlagsgruppe („Berliner Zeitung“, „Kurier“, „Tip“, „Abendblatt“, Berliner Zeitungsdruck) mit ihren rund 750 Beschäftigten. Als „Essentials“ hob ver.di-Vize Frank Werneke hervor: „Wir erwarten klare Garantien für den Erhalt der Verlagsgruppe, darunter eine langfristige Beschäftigungssicherung. Ferner muss die publizistische Unabhängigkeit gesichert werden, insbesondere durch Redaktionsstatute und Mitbestimmungsrechte bei der Besetzung der Chefredaktionen.“ Dies alles erfordere ein seriöses Geschäftskonzept. „Überhitzten Renditeerwartungen muss eine klare Absage erteilt werden“, machte Werneke deutlich.
Zu Meldungen, der langjährige Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender von Gruner + Jahr, Gerd Schulte-Hillen, solle in ein noch zu definierendes Aufsichtsgremium berufen werden, erklärte Werneke: „Herr Schulte-Hillen kommt aus einer Unternehmenskultur, die von einer auch konfliktvollen Mitarbeiterbeteiligung geprägt war. Sowohl Redaktionsbeiräte als auch Mitarbeitervertreter im Aufsichtsrat gehörten zu seinen langjährigen Partnern.“ Die bislang bei Gruner + Jahr praktizierten Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer der Berliner Verlagsgruppe müssten gewährleistet bleiben. Werneke verwies auf die bisherige Praxis bei Gruner + Jahr, Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat wählen zu lassen.
ver.di und die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju in ver.di) seien gut vorbereitet auf eine nötigenfalls nachhaltige Auseinandersetzung zur Durchsetzung dieser Forderungen, versicherte Werneke.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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