ver.di gegen Krankenhausfinanzierung auf Kosten von Patienten und Beschäftigten
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Krankenhäuser vor weiterem Personalabbau und noch mehr Arbeitsdruck auf die Beschäftigten gewarnt: Wir haben kein Verständnis dafür, dass der Konflikt um mehr Geld auf dem Rücken von Patienten und Beschäftigten ausgetragen wird, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke am Montag.
Anlass der Kritik ist die Veröffentlichung des Krankenhausbarometers 2007 der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) am heutigen Montag, 8. Oktober 2007. Demnach seien die Belastungen der Krankenhäuser nicht mehr zu verkraften, ein Drittel der Häuser schreibe rote Zahlen, hieß es.
Den Grund dafür sieht ver.di aber nicht in den steigenden Personalkosten, sondern im dramatischen Investitionsstau von mehr als 50 Milliarden Euro. Viele Bundesländer kommen ihren gesetzlichen Pflichten nicht mehr nach und haben in den letzen Jahren ihre Krankenhausinvestitionen rigoros zusammengestrichen, sagte Paschke. Sie bot der DKG an, sich gemeinsam für den Abbau des Investitionsstaus einzusetzen. Die Krankenhäuser dürften nicht immer nur die Schwächsten belasten, sondern müssten endlich bei den Verursachern der Misere ansetzen.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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