ver.di: Landwirtschaftliche Sozialversicherung zukunftsfest gestalten
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Verantwortlichen in Politik und Selbstverwaltung auf, sich nachdrücklich für eine Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) einzusetzen. Dieser eigenständige Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung müsse erhalten und zukunftsfest ausgebaut werden, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber.
Anlass der Forderung sei ein Gutachten des Instituts für ländliche Räume bei der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft. Daraus gehe hervor, dass eine mögliche Umstellung der Finanzierung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung auf ein Kapitaldeckungsverfahren für Beitragszahler und Bund auf mittlere Sicht wesentlich teurer würde als die bisherige Umlagefinanzierung. Die Mehrkosten beliefen sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahre 2024. Damit sei für alle Beteiligten offensichtlich, dass die Umstellung der Finanzierung endgültig gescheitert sei.
Die soziale Absicherung der Landwirte müsse auch in Zukunft sicher gestellt sein. Dies könne nur das System der landwirtschaftlichen Sozialversicherung leisten, bekräftigte Kunkel-Weber. Der Bund sei aufgefordert, wie bei der landwirtschaftlichen Krankenversicherung und der Alterssicherung auch bei der LSV seiner Verantwortung gerecht zu werden und seinen finanziellen Beitrag zur Abfederung des Strukturwandels auf längere Sicht zu leisten.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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