ver.di startet Countdown für Streik der Postbeschäftigten
(Berlin) - Seit heute (7. Dezember 2006) läuft der Countdown für einen Streik der rund 130.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG. Mit einer Flugblattkampagne fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Mitglieder auf, sich ab Januar zum Streik bereit zu machen.
Mehrfach hat der Postvorstand Gesprächsangebote von uns ausgeschlagen und will die Verhandlungen auf die lange Bank schieben. Dann braucht er sich jetzt nicht zu wundern, wenn der Konflikt eskaliert, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Rolf Büttner. Die Post habe die Möglichkeit, noch während der bis zum 31.12.2006 geltenden Friedenspflicht Gespräche mit ver.di aufzunehmen. Schließlich geht es darum, den Verlust von 5000 Arbeitsplätzen abzuwenden. Darüber sind wir auch Silvester oder Heiligabend gesprächsbereit, machte Büttner deutlich.
In der Tarifauseinandersetzung fordert ver.di eine Arbeitszeitverkürzung für die Tarifbeschäftigten bei der Post. Damit soll eine zum Beginn des kommenden Jahres zu befürchtende Arbeitszeitverlängerung der rund 60 000 Postbeamten von jetzt 38,5 Stunden in der Woche auf 41 Stunden ausgeglichen werden. Diese mögliche Arbeitszeitverlängerung der Postbeamten ist auf eine auslaufende Verordnung des Bundesfinanzministeriums zurückzu-führen. Daher fordert ver.di parallel zu der Auseinandersetzung um die Arbeitszeit der Tarifbeschäftigten Bundesfinanzminister Peer Steinbrück auf, diese Verordnung zu verlängern: Jeder weiß, Arbeitszeitverlängerung kostet Arbeitsplätze. Das kann dem Finanzminister nicht egal sein, so Büttner.
Bundesweit fänden jetzt Betriebsversammlungen der Postbeschäftigten statt, auf denen über die aktuelle Entwicklung und ihre Konsequenzen informiert würde. In Hamburg und Kiel würden den SPD-Parteizentralen kommende Woche erste Wutpakete zugestellt. Weitere Aktionen seien in Planung.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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