ver.di und Orchestervereinigung wehren sich gegen Tarifflucht
(Berlin) - In der Auseinandersetzung mit dem Deutschen Bühnenverein (DBV) um eine Anpassungsklausel der Musikergehälter an den öffentlichen Dienst unterstützt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Deutsche Orchestervereinigung. ver.di fordere von der Arbeitgeberseite ein Ende der Tarifflucht und die Gleichbehandlung aller Musiker, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Mittwoch (8. Oktober 2008).
Etwa ein Viertel der 132 deutschen Orchester ist in den letzten Jahren im Zuge von Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand aus den öffentlichen Arbeitgeberverbänden ausgetreten oder in eine andere Rechtsform überführt worden. Nun sollen diese Ensembles - von denen zahlreiche weiter Mitglied im DBV sind - aus der bislang für alle Orchester geltenden Vergütungsregelung ausgenommen und so von den Tariferhöhungen des öffentlichen Dienstes abgekoppelt werden. Gegen diese Ungleichbehandlung wehrt sich ver.di gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen mit dem Deutschen Bühnenverein.
Musiker hätten - wie alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes - Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Wenn der Deutsche Bühnenverein versuche, immer mehr Orchester vom öffentlichen Dienst abzukoppeln, drohe ein ernster Konflikt. "Das werden ver.di und die Deutsche Orchestervereinigung nicht hinnehmen", stellte Werneke klar.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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