Versorgungssicherheit: Lotsen pflegen nicht, Prävention kann Pflege nicht ersetzen
(Berlin) - Seit über zehn Jahren stagniert die Zahl vollstationär versorgter Pflegebedürftiger um die 800.000, während die Wartelisten immer länger werden. Doch statt die drohende Versorgungskrise anzugehen, verliert sich Pflegepolitik in Wohlfühlthemen.
Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Über Prävention zu philosophieren oder engere Pflegebegleitung zu versprechen, klingt gut – hilft aber den Menschen nicht, die heute dringend Pflege brauchen. Ihnen hilft nur ein sicherer Platz im Pflegeheim oder bei einem ambulanten Dienst. Vor dieser Realität drücken sich Debatten über Prävention als Allheilmittel und Lotsen als Heiliger Gral der Pflegepolitik. Lotsen pflegen nicht und Prävention kann Pflege nicht ersetzen.
Zumal es Beratung und Orientierung längst gibt: Pflegestützpunkte und Pflegeberatung führen durch das System, Präventionsangebote liegen in der Verantwortung von Kassen und Kommunen. Wer diese Aufgaben nun den Pflegeanbietern zuschiebt, lenkt vom Kernproblem ab. Die Personaldecke ist dünn, die pflegerische Kernarbeit muss im Fokus stehen.
Wenn Prävention wirken soll, müssen Kassen und Kommunen handeln: Zugänge vereinfachen, Angebote bekannt machen und zielgruppengerecht gestalten. Pflegeanbieter können das nicht nebenbei leisten. Ihr gesetzlicher Auftrag ist Versorgung. Und genau darauf muss sich Pflegepolitik konzentrieren.“
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0
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