VIK: Pläne von Minister Glos gegen Strom-Marktmacht genau richtig!
(Essen) - Der deutliche Ton und die klaren Argumente von Bundeswirtschaftsminister Glos, die Stromkonzerne beim Ausnutzen ihrer Marktmacht zu stoppen, ist eine der besten Nachrichten für die deutschen Stromkunden seit langem! Das Vorhaben, dem Bundeskartellamt durch eine Änderung im Kartellrecht bessere Möglichkeiten zu geben, um beim Verdacht auf missbräuchliche Nutzung von Marktmacht tätig zu werden, ist aus Sicht des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft sehr zu begrüßen.
Die Strompreise steigen rasant, allein von Anfang Mai 2006 bis Anfang September 2006 hat sich der Preis an der Leipziger Strombörse EEX für einen mittleren Industriekunden von 54 Euro/MWh auf 64 Euro/MWh erhöht. Preise, die sich von ihren Kosten völlig gelöst haben RWE erzeugt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent seines Stroms zu einem Preis bis 24 Euro/MWh. Solche enormen Preisabstände legen es auf die Hand: Es gibt keinen funktionierenden Stromwettbewerb. Um dies aufzubrechen, braucht das Bundeskartellamt scharfe Wettbewerbsinstrumente.
Bei den Netzen gibt es ebenfalls riesige bisher nicht für möglich gehaltene Kostenunterschiede zu Lasten der Kunden, von den Netzentgelten ganz zu schweigen! Mit einer an realen Verhältnissen orientierten Kalkulation können die aus dem Stromnetzbereich bekannt gewordenen Zahlen nichts mehr zu tun haben: Die von der Bundesnetzagentur kürzlich veröffentlichten unglaublichen Netzkostendifferenzen von bis zu 5.000 Prozent der Stromnetzbetreiber innerhalb Deutschlands, also innerhalb einer Branche mit sehr ähnlichen Randbedingungen, zeigt aus Sicht des VIK-Geschäftsführers Dr. Alfred Richmann: Es wird hier gar nicht ernsthaft kalkuliert. Das sind Mond-Kosten, passend zu den Mond-Preisen. Hier werden die Kunden des Stromnetzmonopols rücksichtslos zur Kasse gebeten.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.
Roland Schmied, Pressesprecher
Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen
Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430
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