Pressemitteilung |

VIK widerspricht Umweltminister Trittin / Industriestrompreis fast wieder auf Niveau vor Liberalisierung

(Essen) - Mit der Anhebung der Ökosteuer und der Belastung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat der Industriestrompreis im Jahre 2003 wieder in etwa eine Höhe erreicht, wie sie vor Beginn der Liberalisierung 1998 galt. Damit widerspricht VIK den Aussagen von Bundesumweltminister Trittin anlässlich der Handelsblatt-Energie-Konferenz am 16.1.2003 in Berlin. Eine Absenkung des Strompreises um 35 Prozent, wie von Umweltminister Trittin vermittelt, sei bestenfalls eine historische Betrachtung und hätte nur für eine Übergangszeit des sich entwickelnden Wettbewerbs, etwa im Jahre 2000, gegolten. Seitdem hätte der erneute Anstieg der reinen Strompreise, aber vor allem auch der staatlichen Belastungen (Ökosteuer, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz) die Preise wieder fast auf das damalige Monopol-Niveau zurückgeführt.

Der Industriestrompreis in Deutschland läge auch keinesfalls in einem europäischen Mittelfeld, wie Trittin ausführte. So gelte für ein deutsches Industrieunternehmen mit einem typischen Stromverbrauch von 50 GWh nach den neuesten Angaben von Eurostat ein Preis von 5,48 Ct/kWh. Nur in Irland und Italien werde dieser Preis überschritten, während an neun europäischen Standorten wesentlich günstigere Preise gelten (z.B. Schweden: 2,66 Ct/kWh). Dadurch sei dort die Wettbewerbssituation erheblich günstiger.

Die deutsche Industrie brauche dringend sinkende Stromkosten und keine zusätzlichen staatlichen Belastungen wie derzeit etwa durch die Ausweitung der Konzessionsabgabenpflicht.

Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. Richard-Wagner-Str. 41 45128 Essen Telefon: 0201/810840 Telefax: 0201/8108430

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