Volkskrankheit Zahnfleischbluten
(Berlin) - Die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Berlin verweist darauf, dass mittlerweile wegen Zahnfleischentzündungen mehr Zähne verloren gehen als durch Karies. Damit hat sich die Parodontitis zum Zahnkiller Nummer 1 entwickelt. Neben gründlicher Zahnhygiene zuhause sollten daher die Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt regelmäßig wahrgenommen werden. Zudem empfiehlt sich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt.
Um einen möglichen Zahnverlust durch Parodontitis zu verhindern, ist neben der gründlichen Zahnhygiene auch der regelmäßige Zahnarztbesuch mit den Kontrolluntersuchungen am besten zwei Mal im Jahr - äußerst wichtig. Bei den Vorsorgeuntersuchungen kann der Zahnarzt eine eventuell vorhandene Entzündung schon frühzeitig erkennen, sagt der Vorstandsvorsitzende der KZV Berlin, Dr. Jörg-Peter Husemann. Er kann den so genannten PSI-Wert (Parodontaler Screening Index) feststellen und so herausfinden, ob eine tiefer gehende Erkrankung vorliegt. Der Test wird alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Zur Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen empfiehlt sich auch die professionelle Zahnreinigung (PZR), die vom Zahnarzt in der Praxis durchgeführt wird. Zwar wird diese hoch spezialisierte Zahnreinigung nicht von den Krankenkassen übernommen, doch ist sie gerade im Kampf gegen Entzündungskrankheiten ein wirksames Mittel, da dabei jeder einzelne Zahn einer speziellen Behandlung unterzogen wird. Ohne eigene Bemühungen und Prophylaxe der Patienten ist einer Zahnfleischerkrankungen nicht beizukommen, so Husemann.
Natürlich kann das Erkrankungsrisiko mit einer gründlichen häuslichen Zahnpflege gesenkt werden vorausgesetzt die Zahnzwischenräume werden regelmäßig mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen gereinigt. Ist jedoch eine Zahnfleischerkrankung weiter fortgeschritten, genügt das Zähneputzen allein nicht mehr und der Zahnarzt muss weitere Behandlungsschritte ergreifen.
Parodontitis Anfänge erkennen und stoppen
Eine Parodontitis beginnt meistens damit, dass das Zahnfleisch gerötet ist und es beim Putzen blutet, in diesem Erkrankungsstadium spricht man von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Das Fatale: Da die Parodontitis, im Volksmund oft auch Parodontose genannt, zu Beginn meist ohne Schmerzen verläuft, nehmen Viele die Krankheit gar nicht wahr. Die Entzündungen können auf den Kieferknochen übergreifen und dann den gesamten Zahnhalteapparat schädigen. Dadurch werden die Zähne lockerer, schlimmstenfalls kommt es zum Zahnverlust. Husemann: Zudem riskieren sie weitere Erkrankungen, die über die Parodontitis ausgelöst werden können.
Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Vereinigung Berlin
Pressestelle
Masurenallee 6a, 14057 Berlin
Telefon: (030) 31003-0, Telefax: (030) 31003-80
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