Pressemitteilung | Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
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Vor Reiseantritt frische Luft tanken / Pollenflug erhöht das Unfallrisiko

(Frankfurt am Main) - Saubere Luft und angenehme Temperaturen im Auto sind essentiell, um sicher und entspannt ans Ziel zu kommen. Deshalb empfiehlt der Automobilclub von Deutschland (AvD) vor der Fahrt in den Osterurlaub zu prüfen, ob die Klimaanlage in Ordnung ist. Ein muffig-fauliger Geruch im Auto deutet darauf hin, dass das System gewartet werden oder der Innenraumfilter gewechselt werden sollte.

Vor allem pollengeplagte Allergiker bewegen sich im Straßenverkehr mit erhöhtem Risiko. Gerötete oder tränende Augen, juckende Nasenschleimhäute oder heftige Niesattacken beeinträchtigen betroffene Autofahrer. Sie sind unkonzentrierter und abgelenkt. Der AvD weist darauf hin, dass jeder vierte Unfall durch die Auswirkungen von Allergien entsteht.

Forscher an der Universität von New York haben die Folgen von Pollen-Attacken 2002 dokumentiert. Heuschnupfenpatienten wurden während der Saison in einem mehrstündigen Test mit Aufgaben aus dem täglichen Leben, aber auch mit Notfallsituationen konfrontiert. Die American Academy of Allergy, Asthma & Immunology (AAAAI) kam zu dem Schluss, dass jeder dritte tödliche Unfall von einem Allergiker verursacht wird und diese Personen im Vergleich zu Nicht-Allergikern ein um 30 Prozent höheres Unfallrisiko haben. "Bei 25 gemessenen Parametern wurde in sechs Fällen ein deutlich reduziertes Leistungsvermögen festgestellt", berichtet der HNO-Spezialist und Allergologe am Universitätsklinikum Köln, Prof. Ralph Mösges.

"Allergiker neigen dazu, ihre Fahrtüchtigkeit oft zu überschätzen und ihre Krankheitssymptome sowie ihre Beeinträchtigung im Straßenverkehr zu unterschätzen", beobachtet Alfred Fuhr vom AvD-Institut für Verkehrssoziologie. Deshalb sei wichtig, die Autofahrer verstärkt über die Gefahren aufzuklären. Allergietherapien können ein Lösung sein und helfen, die Symptome zu lindern. "Allergiegeplagte und unbehandelte Autofahrer sind auf den Straßen mindestens so gefährlich wie alkoholisierte Fahrer", ergänzt AvD-Experte Fuhr. "Vor allem in Notsituationen ist es wichtig, schnell und mit klarem Kopf reagieren zu können. Allergiker erkennen die Gefahr oft zu spät." Allein an Heuschnupfen leidet inzwischen fast ein Viertel der Erwachsenen. Speziell heftiges Niesen kann dazu führen, dass ein Fahrer eine nicht unerhebliche Wegstrecke im "Blindflug" zurücklegt. Bei Tempo 80, beispielsweise, ist ein Fahrzeug rund 25 Meter unkontrolliert unterwegs.

Bei milden Frühlingstemperaturen schleichen sich neben Pollen schnell auch unerwünschte Bakterien, Schadstoffe und Feinstäube in das Fahrzeuginnere. Dort kann deren Konzentration bis zu sechsmal höher sein, als im Freien. AvD-Verkehrssoziologe Alfred Fuhr warnt deshalb auch vor Nachlässigkeit bei der Wartung des Klimasystems: "Verstopfte oder stark verschmutzte Filter verlieren ihre Funktion."

Ebenso wichtig wie ein jährlicher Filterwechsel ist, in der Werkstatt die Klimaanlage überprüfen zu lassen. Vor allem der unterhalb der Armaturentafel eingebaute Verdampfer sollte regelmäßig desinfiziert werden. In dessen Lamellen können sich gefährliche und allergieauslösende Mikroorganismen oder Schimmelpilze einnisten, die über das Lüftungssystem dann in den Fahrzeuginnenraum gelangen. "Ein muffiger Geruch im Auto oder häufiges Beschlagen der Scheiben sind Anzeichen dafür, dass das System nicht mehr optimal arbeitet", erklärt AvD-Experte Fuhr. Wird die Wartung der Klimaanlage vernachlässigt, können zudem hohe Reparaturkosten anfallen - beispielsweise wenn Kompressor oder Gebläsemotor ausfallen. Ein gesundes Autoklima dagegen erhöht die Verkehrssicherheit - und auch mitreisende Kinder profitieren.

Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) Pressestelle Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260

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