Wahlen im Kongo / Malteser: Wie erwartet keine Gefährdung der Sicherheit / "Tag des Wahlausgangs abwarten"
(Köln) - Nach Einschätzung von Malteser International hat sich die Sicherheitslage in der Demokratischen Republik Kongo durch die Wahlen insgesamt nicht verschärft. "Hier ist alles ruhig", erklärt Dr. Alfred Kinzelbach, Regionalkoordinator von Malteser International. "Allerdings müssen wir den Tag abwarten, an dem das Wahlergebnis verkündet wird. Das ist wahrscheinlich der entscheidende Tag."
Sorge bereitet den Maltesern dagegen die Offensive der Regierungsarmee und der UNO-Mission Monuc zur Entwaffnung von Milizen im Osten des Kongo. "Im Moment besteht keine Gefahr für unsere Mitarbeiter. Aber wir sind vorbereitet, sie zu evakuieren, sollte sich die Lage verschärfen", so Kinzelbach. Am wichtigsten sei es, neue Entwicklungen früh zu erkennen: "Der größte Schutz, den wir haben, ist unser langjähriger enger Kontakt mit der lokalen Bevölkerung."
Malteser International ist seit mehr als zehn Jahren im unruhigen Osten des Kongo aktiv. Zur Zeit arbeiten dort 10 internationale und 126 lokale Mitarbeiter in mehreren Projekten zur Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und mit Gesundheitsdiensten. Seit 2003 hat Malteser International in einem speziellen Programm mehr als 10.000 Frauen behandelt, die im Verlauf des Bürgerkriegs vergewaltigt oder misshandelt worden sind. Malteser International stellt die grundlegende medizinische Versorgung für mehr als 2,7 Millionen Menschen sicher.
Quelle und Kontaktadresse:
Malteser Hilfsdienst e.V.
Dr. Claudia Kaminski, Pressesprecherin
Kalker Hauptstr. 22-24, 51103 Köln
Telefon: (0221) 9822111, Telefax: (0221) 9822119
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