Warnstreik bei Tierärzten und Fleischkontrolleuren
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte an Schlachthöfen zu Warnstreiks aufgerufen. Bereits am 23. Juli fand ein Warnstreik in Wittlich statt. In Coesfeld wird am 25. Juli gestreikt. Hintergrund ist das Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 5.000 Beschäftigten der Schlachthöfe.
Die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes (VKA) verweigern den Tierärzten und Fleischkontrolleuren die Übertragung des Tarifergebnisses vom Januar 2003 und Februar 2005. Sie machen die Einführung von stücklohnorientierten Vergütungen in privaten Großbetrieben zur Bedingung für eine Tariferhöhung aller Beschäftigten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, die mehrere Kompromissvorschläge für Strukturveränderungen vorgelegt hat, die von den Arbeitgebern jedoch abgelehnt wurden, erklärte jetzt das Scheitern der Tarifverhandlungen.
Während die Bürgerinnen und Bürger zu Recht gegen Gammelfleisch protestieren, wollen die Arbeitgeber dort sparen, wo die erste Kontrolle am Fleisch beginnt, erklärt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Kurt Martin. Die Beschäftigten auf den Schlachthöfen, die eine ordnungsgemäße Fleischuntersuchung garantierten, seien seit Jahren von den ihnen zustehenden Lohnerhöhungen ausgenommen, weil die zuständigen Städte und Landkreise dieses verweigerten.
Während alle anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst seit 2003 Vergütungserhöhungen um 4,4 Prozent und Einmalzahlungen in Höhe von 1.135 Euro erhalten hätten, seien die Tierärzte und Fleischkontrolleure leer ausgegangen. Dagegen würden die Beschäftigen jetzt mit Unterstützung ihrer Gewerkschaft kämpfen.
ver.di fordere die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes auf, Tarifverhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen und den Beschäftigten die ihnen zustehenden Erhöhungen zukommen zu lassen.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Pressestelle
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Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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