Warnstreiks in der Papierverarbeitung
(Berlin) - Mit Beginn der Frühschicht haben heute (10. April 2008) erste Warnstreiks zur Unterstützung der Lohntarifverhandlungen für die Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie begonnen. In 50 Betrieben rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bundesweit über 1.000 Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung auf.
Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die zunächst auf wenige Stunden beschränkten Warnstreiks sollen auch am Freitag und Montag fortgesetzt werden. Es sei notwendig, den Druck auf den Arbeitgeberverband Hauptverband der Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) zu erhöhen, erklärte die Gewerkschaft.
Die Verhandlungen über höhere Einkommen in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie gehen am kommenden Montag (14. April 2008) in die zweite und am 18. April in die dritte Runde. ver.di hat für die knapp 100.000 Beschäftigte der Branche acht Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung gefordert. Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde Ende März kein Angebot vorgelegt. "Sollten die Arbeitgeber bei der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, werden wir die Warnstreiks intensivieren", betonte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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