Pressemitteilung | wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.
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wdk zu Automobil-Überkapazitäten aus Zulieferersicht: Solidarität ist keine Einbahnstraße!

(Berlin) - „Die aktuellen Strukturanpassungen in der deutschen Automobilindustrie sind schmerzhaft und wir fühlen mit allen Betroffenen“, so Boris Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk) gestern in Frankfurt am Main zur aktuellen Lage der Automobil-Zulieferunternehmen am Standort Deutschland. „Viele unserer Zulieferunternehmen kämpfen um ihre Existenz. Unsere Analysen zeigen, dass sich die geschäftliche Entwicklung der Automobilhersteller seit 2025 erstmals von der ihrer Zulieferer in Deutschland abkoppelt. Hersteller wachsen, deutsche Zulieferer schrumpfen. Dass in dieser Situation die Automobilhersteller von ihren Zulieferern massive finanzielle Zugeständnisse verlangen, ist fahrlässig. In jedem Fall aber für diese existenzgefährdend.“

Automobilunternehmen und ihre Zulieferer hätten über viele Jahrzehnte ihre Stärken vereint. Das habe die deutsche Automobilbranche global federführend gemacht. Gemeinsam habe man sich auch der Marktentwicklung angepasst. „Dass die deutschen Automobilhersteller heute rein kostengetrieben agieren, beendet diese erfolgreiche Kooperation und gefährdet die Zukunft Deutschlands als Standort für innovative Kfz-Zuliefer-Produktion“, so Engelhardt. Die vielen disruptiven, globalen Schocks hätten seit 2019 die Zulieferer gezwungen, ihre Kapazitäten zurückzufahren. Dennoch sei man maximal flexibel und lieferfähig geblieben. Die Grenzen des Machbaren seien jetzt aber erreicht.

65 Milliarden Abschreibungen aus 2025 auf Seiten der Automobilindustrie hätten ihre Ursachen in fehlender Technologieoffenheit und Weitsicht staatlicher Mobilitätsregulierung. „Die aktuellen Effekte sollten nicht überraschen. Wir haben schon vor über zehn Jahren davor gewarnt. Die Antwort auf die nun durch die normative Kraft des Faktischen erzwungenen Kapazitätsanpassungen kann es aber nicht sein, massive Preisnachlässe auf laufendes Geschäft von den geschrumpften Zulieferern einzufordern. Jetzt sind die Automobilhersteller am Zug. Solidarität ist keine Einbahnstraße“, so Engelhardt abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V., Christoph Sokolowski, Geschäftsstellenleiter(in) Presse, Unter den Linden 26, 10117 Berlin, Telefon: 030 726216-120

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