Pressemitteilung | Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
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Weber: Erste vorsichtige Hoffnungszeichen

(Berlin) - "Der wirtschaftliche Abschwung in Deutschland hat sich bis zuletzt mit nahezu unveränderter Geschwindigkeit fortgesetzt. Auftragseingang und vor allem die Industrieproduktion sind auch im Februar kräftig gefallen. Ohne eine spürbare Nachfrageerholung werden hier in den kommenden Monaten schmerzhafte Kapazitätsanpassungen erforderlich sein", erklärte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, anlässlich der Vorstellung des Konjunkturberichts für den Monat April. Nach seiner Einschätzung sind jedoch auch erste vorsichtige Hoffnungszeichen erkennbar: "Einzelne Indikatoren zeigen Stabilisierungssignale. Zudem ist bei den Investoren wieder etwas Mut zur Übernahme von Risiken auszumachen, und auch der Preisverfall bei Rohstoffen scheint derzeit gestoppt." Angesichts noch nicht vorliegender neuer Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nahm der Bankenverband jedoch keine Überarbeitung seiner Märzprognose von 3 ½ Prozent für das Jahr 2009 vor.

Weber begrüßte den Verzicht der Europäischen Zentralbank (EZB) auf unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur. Die Währungshüter hätten nach seiner Einschätzung noch zinspolitischen Spielraum für konjunkturelle Impulse. Im Euro-Raum seien zurzeit weder übermäßige Deflations- noch Inflationsrisiken zu erkennen. Die EZB sollte diese Situation konsequent nutzen, bevor sie eine "quantitative Lockerung" der Geldpolitik in Erwägung ziehe. Angesichts der weltweit expansiven Geldpolitik und der damit verbundenen mittelfristigen Inflationsgefahren mahnte Weber dann aber auch eine klare "Exit-Strategie" der Notenbanken an.

Im Zusammenhang mit den jüngsten chinesischen Äußerungen zur Rolle des US-Dollars als Weltleitwährung verwies Weber darauf, dass ein Teil der Lösung der globalen Ungleichgewichte in China selbst zu finden sei: Eine raschere Freigabe des Renminbi-Wechselkurses und die zu erwartende tendenzielle Aufwertung würde nach seiner Auffassung zur globalen Stabilität beitragen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB) Pressestelle Burgstr. 28, 10178 Berlin Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399

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