Pressemitteilung | Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
Anzeige

Weber: Konjunkturelle Aufwärtsbewegung hält an

(Berlin) - „Die aktuellen Wirtschaftsdaten für Deutschland zeigen weiter nach oben; die konjunkturelle Aufwärtsbewegung hält an“, sagte Prof. Dr. Manfred Weber, geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, anlässlich der Vorstellung des Konjunkturberichts für den Monat Juni. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich im zweiten Quartal leicht beschleunigt haben. Entscheidend für die positive Entwicklung sei die erfolgreiche Anpassung der Unternehmen an den intensiven internationalen Wettbewerb. Dadurch seien Arbeitsplätze gesichert und eine Grundlage für mehr Wachstum und Beschäftigung geschaffen worden, so Weber. Die Prognose des Bankenverbandes eines BIP-Wachstums von 1 3/4 Prozent für 2006 sei durch die aktuelle Entwicklung gefestigt.

Die jüngsten Kursausschläge an den Finanzmärkten hätten ihre Ursache in einer Kombination aus schwächeren Wachstumsaussichten in den USA und einer größeren Ungewissheit über den weiteren Kurs der Notenbanken. Zu erwarten sei, dass die Investoren nun auf Änderungen der Risikoeinschätzung kurzfristig und umfassend reagieren würden. Stärkere Kursausschläge sind deshalb nicht auszuschließen. „Damit wird die Kommunikation der Notenbanken mit den Marktteilnehmern noch bedeutsamer“, mahnt Weber.

Bei den anstehenden Reformprojekten in Deutschland müsse die Verbesserung der Wachstums- und Beschäftigungsbedingungen Priorität haben. Weber äußert die Sorge, dass stattdessen einmal mehr Verteilungsvorstellungen Vorrang genießen. So konzentriere sich die Diskussion um die Reform des Gesundheitswesens auf die Erschließung neuer Einnahmen mit erheblichen Verteilungseffekten. „Langfristig Erfolg versprechend kann aber nur eine Gesundheitsreform sein, die neben den Finanzierungsfragen auch die Ausgabenseite angeht und Effizienzreserven hebt“, so Weber. Das, was zurzeit diskutiert werde, mindere eher die Anreize für ein effizientes Gesundheitswesen und laufe Gefahr, die künftigen Bewegungsspielräume der Finanzpolitik weiter einzuengen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB) Pressestelle Burgstr. 28, 10178 Berlin Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige