Weber: WTO-Verhandlungen zügig wieder aufnehmen
(Berlin) - Der Bankenverband bedauert den gestrigen (29. Juli 2008) Abbruch der Ministerverhandlungen zur Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der WTO. Es ist in der Tat eine große Enttäuschung, dass nach nahezu sieben Jahren Verhandlungen erneut kein Durchbruch erzielt worden ist. Nicht zum ersten Mal halten Partikularinteressen die Doha-Runde auf, sagte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin. Allen Beteiligten muss doch klar sein, dass bilaterale Lösungen die weitaus schlechtere Alternative zum multilateralen Rahmen der WTO sind, stellte Weber fest.
Zur Frage der Öffnung der Dienstleistungsmärkte sei die Ministerkonferenz immerhin grundsätzlich positiv verlaufen. Allerdings hätten die Minister der wichtigsten WTO-Staaten eine insgesamt noch ungenügende Bereitschaft zur weiteren Marktöffnung auch in diesem Bereich offenbart. Insbesondere für den Schlüsselsektor der Finanzdienstleistungen vermissen wir vielerorts noch das klare Bekenntnis zum Wettbewerb unter dem völkerrechtlichen Schutz der Welthandelsorganisation, so Weber weiter. Die von der EU angestrebten bilateralen Freihandelsabkommen seien zwar kein Ersatz für einen WTO-Abschluss. Sie könnten aber zur Liberalisierung wichtiger Auslandsmärkte für die deutsche Wirtschaft beitragen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
Pressestelle
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