Weiterbildungssparen reicht nicht aus
(Berlin) - Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske hält das von Bundesbildungsministerin Annette Schavan geplante Gesetz zum Weiterbildungssparen für nicht ausreichend: Viele Menschen haben auch bei staatlicher Förderung zu wenig Geld, um neben ihrem Lebensunterhalt für Weiterbildung zu sparen. Die Höhe der vorgesehenen Prämie von 154 Euro reiche für effektive, höherqualifizierte Weiterbildung bei weitem nicht aus. Auch die Möglichkeit, für Weiterbildung vergünstigt Darlehen aufzunehmen, böte gerade für Geringverdiener keine Perspektive.
Bsirske forderte vielmehr ein Gesamtfinanzierungskonzept für die drei Säulen der Weiterbildung: der betrieblichen, der individuellen sowie der Weiterbildung von Erwerbslosen. Staat und Unternehmen müssen hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen - dafür tragen sie die Verantwortung, so der ver.di-Vorsitzende.
Die Ergebnisse der neuesten europäischen Vergleichsuntersuchung Weiterbildung hätten gezeigt, dass die Weiterbildung in deutschen Unternehmen im Vergleich zu 1999 um sechs Prozentpunkte zurückgegangen sei. Bsirske: Wir liegen im europäischen Vergleich im hinteren Drittel und verschlechtern uns weiter. Dieser Trend muss dringend umgekehrt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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