Welt-Aids-Tag: Aufklärung, Schutz und Solidarität
(Berlin) - Für mehr Anstrengungen weltweit gegen die Ausbreitung von HIV/AIDS plädiert der Marburger Bund. Zugleich warnt der Ärzteverband davor, die Gefahr der Immunschwäche-Krankheit in Deutschland zu unterschätzen.
"Die HIV-Erkrankung ist nach wie vor nicht heilbar. Damit das nicht in Vergessenheit gerät, ist ein langfristiges Engagement unerlässlich. Die bisher großen Erfolge der umfangreichen und nachhaltigen Präventionsstrategien in Deutschland bei der Bekämpfung von HIV und AIDS dürfen nicht nachlassen. Diese hatten bislang großen Erfolg", so Rudolf Henke, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. Die Bevölkerung müsse immer wieder auf die Gefahren hingewiesen und zum Schutzverhalten motiviert werden. "Eine große Aufgabe sind Vorsorgeprogramme bei den besonders gefährdeten Gruppen", betont Henke.
Insgesamt leben derzeit etwa 67.000 Menschen mit HIV/AIDS in der Bundesrepublik. Doch besonders jüngere Menschen halten AIDS für behandelbar und erkennen nicht die Gefahr der Erkrankung. In den vergangenen Jahren ist ein deutlicher Anstieg der HIV-Neuinfektionen zu beobachten. Nach aktuellen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) infizierten sich im Jahr 2009 bundesweit rund 3.000 Menschen mit dem Virus.
Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern liegt Deutschland mit rund 33,5 Neudiagnosen pro Million Einwohnern zwar an niedrigster Stelle, doch Grund zur Entwarnung besteht nicht, denn die Wachsamkeit in der Bevölkerung scheint etwas nachzulassen.
Der Marburger Bund fordert eine starke politische sowie finanzielle Unterstützung bei der Prävention und Bekämpfung von AIDS. Ein wichtiges Element im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV ist der jedes Jahr am 1. Dezember stattfindende Welt-Aids-Tag. Ein großes Bündnis verschiedenster Organisationen ruft auch in diesem Jahr weltweit dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV und AIDS betroffenen Menschen zu zeigen.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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