Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Weltklimarat warnt vor Hitze-Kollaps / VCD: Industriestaaten müssen CO2- Ausstoß im Verkehr verringern

(Berlin) - Als Hauptverursacher des Klimawandels müssen die Industriestaaten ihre Bemühungen um eine Reduzierung der Treibhausgase im Verkehr deutlich verstärken. Dies forderte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) anlässlich des heute (02. Februar 2007) vom UN-Klimarat veröffentlichten vierten Weltklimaberichts. Danach könnte sich die Erde bis 2100 um bis zu 6,4 Grad erwärmen, was maßgeblich auf die Verfeuerung fossiler Brennstoffe zurückzuführen sei. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) warnte vor verheerenden Folgen wie einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen halben Meter.

Michael Gehrmann, Bundesvorsitzender des VCD: „Wir rasen in die Klimakatastrophe und trotzdem dürfen Autos noch immer unbegrenzt Sprit verbrauchen und Flugzeuge steuerfrei um die Welt fliegen. Es ist unverantwortlich, dass Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr konsequent nicht angegangen werden. Und das, obwohl es sich hier um den Sektor handelt, in dem die CO2-Werte am stärksten zunehmen."

So konnten zwischen 1990 und 2004 die Treibhausgase der Industrienationen insgesamt zwar um 3,3 Prozent reduziert werden. Die CO2-Emissionen aus dem Verkehr stiegen jedoch im gleichen Zeitraum um 24 Prozent. Besonders problematisch seien die hohen Zuwachsraten im weltweiten Flugverkehr von jährlich rund fünf Prozent. Diese Entwicklung werde durch die Steuerbefreiung von Kerosin erheblich begünstigt. Die Luftfahrt trage heute bereits mit mindestens vier Prozent zum vom Menschen gemachten Klimawandel bei.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die EU hat derzeit die einmalige Chance, ein deutliches Zeichen für mehr Klimaschutz im Verkehr zu setzen: mit verbindlichen CO2-Grenzwerten für Pkw sowie einer konsequenten Besteuerung des Flugverkehrs. Hier müssen sich die europäischen Entscheidungsträger gegen die Einzelinteressen der Auto- und Luftfahrtindustrie durchsetzen."

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Pressestelle Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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