Pressemitteilung | Bundesverband Osteopathie e.V. (BVO)
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Wenn medizinische Disziplinen Hand in Hand arbeiten

(Bad Alexandersbad) - Diese ganzheitliche Perspektive prägt die medizinische Betreuung bei internationalen Großereignissen zunehmend. Hohe körperliche Belastungen, mentaler Druck, enge Wettkampfpläne sowie Jetlag oder ungewohnte klimatische Bedingungen stellen besondere Anforderungen an Sportler. Entsprechend eng arbeiten Ärzte, Physiotherapeuten und weitere Fachbereiche zusammen.

Gerade auch Osteopathen sind dabei längst in die interdisziplinäre Zusammenarbeit eingebunden. „Entscheidungen im Spitzensport entstehen im Team: Medizin, Physiotherapie und weitere Fachbereiche arbeiten eng zusammen“, so Dr. Pecher. Die Osteopathie ergänzt dieses Zusammenspiel perfekt durch ihren Blick auf den Körper als funktionelle Einheit – mit dem Ziel, Belastungen frühzeitig zu erkennen und auszugleichen.

Vom ersten Training bis zum Startschuss: Betreuung über Jahre

Gerade im Hinblick auf Prävention und Regeneration spielt dieser Ansatz eine wichtige Rolle. Jochen Gehring, in eigener Osteopathie-Praxis in Balingen tätig und bei den Paralympischen Winterspielen für das Team Deutschland im Einsatz, beschreibt den Alltag im Spitzensport so: „Vier Jahre Vorbereitung treffen auf wenige Minuten Wettkampf. Deshalb ist präventives Therapieren für uns viel wichtiger als reine Akutversorgung.“
Die Arbeit finde oft im Hintergrund statt, sei aber ein zentraler Bestandteil auf dem Weg zu sportlichen Höchstleistungen. „Man ist nicht nur Therapeut, sondern Teil des Teams“, sagt Gehring. In enger Abstimmung mit Ärzten, Trainern und weiteren Betreuenden gehe es darum, die Leistungsfähigkeit der Athleten langfristig zu unterstützen.

Wenn Körper, Nervensystem und Belastung zusammenspielen

Ein wichtiger Faktor ist dabei die Regeneration. Neben muskulären Belastungen sind auch das Nervensystem und die mentale Beanspruchung wichtig. „Leistung entsteht nicht isoliert in Muskeln oder Gelenken. Nervensystem, Regeneration, mentale Belastung – all das spielt eine zentrale Rolle“, betont Dr. Pecher.

Auch Gehring hebt diesen Aspekt hervor: „Schlaf ist ein zentraler Faktor für Regeneration und Leistungsfähigkeit – und etwas, das man therapeutisch sehr wohl beeinflussen kann.“ Osteopathische Ansätze könnten hier regulierend wirken und dazu beitragen, Spannungszustände auszugleichen. „Das Schöne an der Osteopathie ist, dass sie viele Möglichkeiten hat, den Körper in Belastungssituationen zu unterstützen.“

Paralympischer Sport: Individuelle Therapieansätze für jeden

Besonders im paralympischen Spitzensport kommen dabei sehr individuelle Anforderungen hinzu. Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen erfordern flexible und angepasste therapeutische Konzepte: „Das macht die Betreuung anspruchsvoll, aber auch besonders spannend“, so Gehring. Zuhören und das Wahrnehmen feiner Veränderungen seien dabei ein bedeutsames Werkzeug seiner Arbeit.

Ein Baustein, der im Spitzensport nicht mehr wegzudenken ist

Für beide Experten steht fest: Die Osteopathie ist im modernen Spitzensport keine Randerscheinung mehr, sondern ein fester Bestandteil. „Die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze wird im Spitzensport weiter zunehmen – besonders bei internationalen Großereignissen“, sagt Dr. Pecher.

Für Jochen Gehring ist es eine Ehre bei den Spielen dabei zu sein: „Ich bin Teil des „Team Deutschland“ – gerade bei den Paralympischen Spielen ist das für mich etwas ganz Besonderes.“

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Osteopathie e.V. (BVO), Jacqueline Damböck, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Am Kurpark 1, 95680 Bad Alexandersbad, Telefon: 09232 88 12 60

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