Werneke: Ausbildungsunternehmen fördern!
(Berlin) - Wer die Ausbildung in Deutschland erhalten will, muss schnell und entschlossen handeln, forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke angesichts der am 31. Mai 2006 von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Ausbildungszahlen. Die Bilanz sei erwartungsgemäß dramatisch. Derzeit würden mehr als 270.000 betriebliche Ausbildungsplätze fehlen. Selbst wenn die staatlichen Ersatzmaßnahmen hinzugerechnet würden, betrage die Lücke 263.700 betonte Werneke.
Sowohl die Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundes¬arbeitsminister Franz Müntefering hätten eingeräumt, dass der Ausbildungspakt gescheitert sei. Sie seien nun gefordert, Lösungen voranzutreiben, die die Ausbildungssituation in Deutschland umgehend verbessern würden, forderte der ver.di-Vize.
Vorschläge aus Politik und Wirtschaft zur Absenkung der Ausbil¬dungsvergütungen seien kontraproduktiv. Die Ausbildungsver¬gütung für Friseure beträgt derzeit durchschnittlich 260 Euro, eine Verkäuferin bekommt etwa 550 Euro. Was soll da noch abgesenkt werden, wenn ein junger Mensch von diesem Geld seine Lebenshaltungskosten bestreiten muss, kritisierte Werneke.
In den letzten Jahren seien zudem zahlreiche Erschwernisse für die Auszubildenden vorgenommen worden. So seien die Probezeit für Auszubildende verlängert sowie die Vor- und Nachbereitung des Berufsschulunterrichtes reduziert worden. Die Qualifizierung von Ausbildern sei zudem gestrichen worden.
Statt dieser Hürden brauchen wir ein zukunftsfähiges Aus¬bildungssystem, in dem junge Menschen eine Grundlage für ihr späteres Berufsleben legen können, betonte Werneke. Unternehmen, die ausbilden wollen, müssten dabei unterstützt werden. Wer auf eigene Ausbildung von Fachkräften verzichte, müsse sich im Rahmen einer Ausbildungsumlage beteiligen. Nur so würden Qualität und Quantität des Ausbildungssystems und die Grundlage für gut ausgebildete Nachwuchsfachkräfte gewähr¬leistet.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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