Pressemitteilung | Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO)

Wiederverkauf von Telekomprodukten bringt den Wettbewerb nicht weiter / BREKO kritisiert Entscheidung zu Resale - Trendwende verpasst

(Bonn) - Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat am 18. Juli mit ihrer Entscheidung zu Wiederverkaufsmöglichkeiten von Telekomvorprodukten durch Verbindungsnetzbetreiber eine wichtige Chance vertan. Diese Auffassung vertritt der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (BREKO), der sich als Vertreter von investitionsstarken Netzbetreibern gegen die wiederholte Bevorzugung von Anbietern ohne eigenes Netz und für einen ausgewogeneren Regulierungsrahmen einsetzt. "Durch die Ankündigung von Resale zementiert die Regulierungsbehörde einen falschen Weg im liberalisierten Markt", erläutert BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Dass den Verbindungsnetzbetreibern neben der Möglichkeit, Call-by-Call und Preselection anzubieten, nun auch noch ein weiteres Geschäftsmodell eröffnet wird, hält Lüddemann für eine unverantwortliche Fehlentwicklung.

Lüddemann befürchtet, dass die Festlegung eine Präjudizierung in Hinsicht auf die kommende Novelle des Telekommunikationsgesetzes darstellt. "Hier werden Tatsachen geschaffen, die eine Umsetzung des Zieles einer konsistenten Entgeltregulierung aushebeln können", befürchtet der Verbandsmanager. Seine und die Hoffnungen der mehr als 40 BREKO-Mitgliedsunternehmen lagen in der mit der TKG-Novelle beabsichtigten gesetzlichen Neubewertung der Entgelte für Resale, Teilnehmeranschlussleitung und Interconnection vor dem Hintergrund der getätigten Infrastrukturinvestitionen. Zwar habe der Regulierer keine Festlegung von Rabattstaffeln für den Erwerb von Telekomvorleistungsprodukten getroffen, wie noch Anfang der Woche zu befürchten war.

Dennoch habe Behördenchef Matthias Kurth einen Zug in Bewegung gesetzt, der nur noch schwer mit dem Regelwerk der TKG-Novelle zu stoppen bzw. damit in Übereinstimmung zu bringen sei. Dies ist aus Sicht des Verbandes aber die einzige noch verbleibende Möglichkeit, zwischen dem Geschäftsmodell der regionalen Festnetzgesellschaften und dem von Verbindungsnetzbetreibern wieder Chancengleichheit herzustellen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften e.V. ( breko ) Königswinterer Str. 310, 53227 Bonn Telefon: 0228/2499970, Telefax: 0228/2499972

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