Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Wildwuchs beim Flughafenbau beenden - Großdemo in München am Samstag (12. Mai 2007) / VCD fordert bundesweit koordinierte Planung

(Berlin/München) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die Bundesregierung aufgefordert, eine bundesweit abgestimmte Flughafenplanung vorzulegen. Mit den prognostizierten Zuwachsraten von jährlich etwa fünf Prozent werde das Fliegen in absehbarer Zeit zum Klimakiller Nummer eins. Trotzdem unterstütze die Bundesregierung bisher vorbehaltlos alle Flughafen-Ausbaupläne. Zudem hätten die Bundesländer, die im Auftrag des Bundes die Flughäfen verwalten, bei Neu- und Ausbauten der Airports völlig freie Hand. Das habe zu einem unkontrollierten Wildwuchs von Flughäfen geführt. Dies sei nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen höchst fragwürdig, sondern widerspreche auch allen Lippenbekenntnissen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Klimaschutz.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: „Die Bundesregierung wird ihre klimapolitischen Ziele nur verwirklichen können, wenn sie das unkoordinierte und subventionierte Wachstum des Flugverkehrs begrenzt. Dafür wird dringend ein bundesweites Flughafenkonzept benötigt, das auf ökologisch und wirtschaftlich tragfähigen Kriterien basiert. Eines der Ziele muss dabei sein, Kurzstreckenflüge durch Bahnverbindungen zu ersetzen."

Laut Koalitionsvertrag unterstützen CDU/CSU und SPD die „Initiative Luftverkehr", die von der Deutschen Flugsicherung, Flughafenbetreibern und der Lufthansa initiiert wurde. Die Schirmherrschaft dabei hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee übernommen. Im „Masterplan Flugverkehr" setzt sich die Initiative unter anderem für den umstrittenen Ausbau der beiden größten Flughäfen Deutschlands in Frankfurt und München ein. In München sollen die jährlichen Flugbewegungen durch eine dritte Startbahn von heute 380.000 auf 610.000 im Jahr 2020 erhöht werden. Dagegen wird es am morgigen Samstag (12. Mai 2007) eine Großdemonstration in München mit Beteiligung des VCD geben.

Gerald Meyer, VCD-Flugverkehrsexperte: „Die Bundesregierung darf sich die Forderungen der Fliegerlobby nicht länger zu eigen machen. Die angebliche Bedeutung des Flugverkehrs als tragende Säule der Wirtschaft und als Jobmaschine konnte bisher durch keine einzige aussagekräftige Studie belegt werden. Die Beeinträchtigung des Klimas und der Bewohner im Umfeld der Flughäfen hingegen nimmt immer mehr zu - mit all den negativen Nebenwirkungen wie erhöhten Schadstoff- und Lärmemissionen sowie den steigenden Gesundheitsrisiken."

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Almut Gaude, Pressesprecherin Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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