Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Winn: Abgeordnete werden gegen eigene Überzeugung Schutz des Arzt-Patienten-Verhältnisses preisgeben

(Berlin) - Wider besseren Wissens und gegen die eigene Überzeugung wird nach Einschätzung des Vorsitzenden des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, morgen (9. November 2007) die Mehrheit der Regierungskoalition das neue Telekommunikationsgesetz verabschieden. Winn, der dutzende Gespräche mit Abgeordneten der Regierungskoalition geführt hat, ist sicher: „Unsere Argumente haben die Hirne erreicht, für die Hände wird es bei der Abstimmung nicht reichen.“

Als besonders bitter bezeichnete es Winn, dass diejenigen, die über das Gesetz abstimmten, sich damit als Abgeordnete weiter in besonderer Weise gegen einen möglichen Lauschangriff schützten, während sie gleichzeitig den besonderen Schutz des Arzt-Patienten-Verhältnisses preisgäben.

Der Hartmannbund-Vorsitzende kündigte zum Inkrafttreten des Telekommunikationsgesetzes zum 1. Januar 2008 eine Informationsinitiative in deutschen Arztpraxen an. „Wir werden unsere Patientinnen und Patienten darüber informieren, inwieweit ihr Recht auf das vertrauliche Arzt-Patienten-Gespräch künftig eingeschränkt ist. Diejenigen, die uns anvertraut sind, müssen das wissen“, sagte Winn abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Michael Rauscher, Pressesprecher Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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