Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Winn: „Praxis um die Ecke“ muss Eckpfeiler des deutschen Gesundheitssystems bleiben

(Berlin) - Anlässlich der gemeinsamen Demonstration von Ärzten und Patienten in Berlin hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, vor dem Irrglauben gewarnt, mit einer ersten Anhebung des Honorarvolumens für 2009 seien auch die Strukturprobleme der ärztlichen Versorgung in Deutschland erledigt. „Das war vielleicht ein großer Schritt für die Krankenkassen, aber nur ein kleiner Schritt aus der Versorgungskrise“, sagte Winn. In Wirklichkeit, so Winn, gehe es um die Kernfrage, ob die flächendeckende wohnortnahe Versorgung mit ihrem vertrauensvollen Arzt-Patienten-Kontakt weiterhin Bestandteil des Versorgungskonzeptes der deutschen Gesundheitspolitik bleibe.

„Wir begrüßen neue Möglichkeiten der Kooperation von ambulanter und stationärer Versorgung, wir begrüßen es, dass sich Ärzten neue Chancen der Berufsausübung erschließen“, sagte Winn. Dies alles bleibe aber blanke Theorie von Vielfalt und Wettbewerb, wenn die Politik nicht endlich gegen die gefährliche Tendenz zur konzerngesteuerten zentralen Gesundheitsversorgung – zu Lasten der „Praxis um die Ecke“ – einschreite. Dass auch die Patienten beim Mix ärztlicher Versorgungsstrukturen künftig nicht auf ihre gut erreichbare Haus- und Facharztpraxis verzichten wollten, zeige die Tatsache, dass sie zusammen mit der deutschen Ärzteschaft für den Erhalt der ambulanten Versorgung durch freie Arztpraxen demonstrierten. Winn bekräftigte seine Ankündigung, zentrale Fragen der Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt des Wahlkampfes im nächsten Jahr zu rücken.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Michael Rauscher, Pressesprecher Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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