Pressemitteilung | Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
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Winn: Werden AOK-Patienten außerhalb von Baden-Württemberg behandelt?

(Berlin) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, hat die Partner des Vertrages zur hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg, den MEDI-Verbund, den Hausärzteverband Baden-Württemberg und die AOK Baden-Württemberg aufgefordert, endlich Klarheit über noch offene Fragen ihrer Vereinbarung zu schaffen.

„Es ist völlig inakzeptabel, unsere Kolleginnen und Kollegen zu einer Unterschrift unter den Vertrag aufzufordern und ihnen entsprechende Fortbildungsveranstaltungen abzuverlangen, ohne entscheidende Details des Vertragswerkes offengelegt zu haben“, sagte Winn. So herrsche noch immer Unklarheit über Investitionskosten für Software, apparative Ausstattung und zusätzliche Qualifikationen. Regelungen für Gemeinschaftspraxen (bei Teilnahme nur eines Arztes) seien noch nicht ersichtlich und Bedenken gegen die Abhängigkeit von einer AOK-bestimmten Software seien nicht zerstreut worden. Winn: „Für am schwerwiegendsten halte ich momentan allerdings die Tatsache, dass bis heute nicht geklärt ist, wie künftig AOK-versicherte Patienten aus Baden-Württemberg außerhalb ihres Bundeslandes versorgt werden sollen.“ Die AOK habe ihren Versorgungsauftrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg gekündigt, bereinige künftig das KV-Honorar und nehme damit auch nicht mehr am Fremdkassenzahlungsausgleich teil. Ohne entsprechende Regelung könne der erkrankte AOK-Bürger aus Baden-Württemberg, der sich in einem anderen KV-Bezirk behandeln lassen wolle, unter Umständen abgewiesen werden, weil seine Honorierung nicht gesichert und eine vertragliche Regelung nicht absehbar sei. Winn: „Natürlich wird jeder Kollege Notfälle behandeln. Aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge hat die AOK möglicherweise einen Vertrag zu Lasten Dritter, nämlich ihrer Patienten gemacht.“

Winn forderte die Vertragspartner auf, unverzüglich mindestens jene Karten auf den Tisch zu legen, die ernsthafte Zweifel an der Seriosität des Hausarztvertrages in Baden-Württemberg zerstreuen könnten.

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle Michael Rauscher, Pressesprecher Schützenstr. 6 a, 10117 Berlin Telefon: (030) 2062080, Telefax: (030) 20620829

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