Wirtschaftliche Erholung in den Startlöchern – doch höhere Energiepreise trüben Ausblick
(Berlin) - Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland steht 2026 in den Startlöchern. Doch der Krieg im Nahen Osten und die damit steigenden Energiepreise treiben die Inflation. „Das Potenzial für Wachstum ist da, doch je länger die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau verharren, desto stärker trübt sich der wirtschaftliche Ausblick ein,“ sagt Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, mit Blick auf die Frühjahrsprognose der privaten Banken. Gedämpfter privater Konsum und erhöhte Produktionskosten der Unternehmen drohen das Wachstum zu belasten.
Für dieses Jahr prognostizieren die Chefvolkswirte der privaten Banken in Deutschland und im Euroraum ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,0 Prozent. Die Inflation dürfte im Jahresdurchschnitt 2026 auf etwa zweieinhalb Prozent steigen, in Deutschland auf 2,6 und in der Währungsunion auf rund 2,5 Prozent.
„Entscheidend ist, wie lange die Energiepreise hoch bleiben. Und das hängt davon ab, wie intensiv und wie lange der Krieg im Nahen Osten andauert“, so Herkenhoff. Im Basisszenario geht der Bankenverband in seiner Prognose davon aus, dass die Energiepreise in den nächsten vier bis sechs Wochen zu sinken beginnen. Doch die Unsicherheiten sind hoch.
Deswegen haben die Chefvolkswirte der privaten Banken auch ein Risikoszenario entwickelt: Unter der Annahme, dass die Energiepreise mehrere Monate auf einem sehr hohen Niveau verharren, droht die Inflationsrate im Euroraum und in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2026 auf über 3 Prozent zu steigen. Das Wirtschaftswachstum würde dann in Deutschland wie in der Eurozone nur etwa ein halbes Prozent erreichen.
„Gerade angesichts der ungewissen Aussichten ist es umso wichtiger, dass die Koalition in den kommenden Monaten alle Hebel in Bewegung setzt, um die strukturelle Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft zu beheben. Bis zum Sommer muss die wahlkampffreie Zeit für echte Reformen genutzt werden“, appelliert der Chef des Bankenverbandes an die Politik.
Die Konjunkturprognose des Bankenverbandes wird halbjährlich durchgeführt und beruht auf einer Umfrage unter den 14 Chefvolkswirten privater Banken, die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik sind.
Heute um 12 Uhr stellen der Ausschussvorsitzende Felix Hüfner und Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, die Frühjahrsprognose „Konjunkturausblick der privaten Banken: Erholung in den Startlöchern – Risiken steigen jedoch deutlich“ vor.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB), Dr. Kerstin Altendorf, Pressesprecher(in), Burgstr. 28, 10178 Berlin, Telefon: 030 16630
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