Zahl der Krankenversicherungen auf 324 reduziert / Verwaltungskosten höher als Ausgaben für medizinische Leistungen
(Köln) - Eine Welle von Zusammenschlüssen hat die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland ergriffen. Seit der Wiedervereinigung reduzierte sich die Zahl der Orts-, Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen um drei Viertel auf zuletzt 324 eigenständige Versicherungen. Vor gut 30 Jahren hatte es allein in Westdeutschland mehr als 1.800 Krankenkassen gegeben. Ein Teil der Schwindsucht geht auf die Kappe der AOK-Strukturreform zwischen 1994 und 1996.
Von 235 Allgemeinen Ortskrankenkassen blieben gerade 17 übrig. Das ist noch nicht das Ende: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt schweben insgesamt etwa 50 konkurrierende Krankenversicherungen vor. Bisher hat die Kassen-Fusionitis jedoch nicht viel genutzt die "Bürokratose" wütet munter weiter: Auch im vergangenen Jahr wuchsen bei fast allen Kassen die Verwaltungskosten je Mitglied stärker als sämtliche Ausgaben für medizinische Leistungen.
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