Zahnärzte warnen / Datenskandal zeigt Gefahren bei Gesundheitskarte
(Berlin) - Der jüngste Skandal um 17.000 geklaute Bankdaten der Süddeutschen Klassenlotterie zeigt einmal mehr: Die elektronische Datenspeicherung birgt große Gefahr von Missbrauch. "Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) werden alle denkbaren Krankheitsdaten gespeichert auch solche, die man lieber für sich behalten würde", warnt Dr. K. Ulrich Rubehn, stellvertretender Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte.
Gesundheitsdaten von über 80 Millionen Bürgern seien ein noch viel interessanterer Datenpool als die Daten der Klassenlotterie, so Rubehn. Und da nicht nur auf der Kate, sondern fast alle Daten auf externen Servern gespeichert werden, bestehe kein zuverlässiger Schutz gegen Hacker. "Ganz zu schweigen von den über 500.000 Personen, die bei Krankenkassen, Krankenhäusern, in Arztpraxen und in Apotheken Zugriff auf die Gesundheitsdaten haben."
Deshalb und weil die eGK keinen medizinischen Nutzen hat und nur immense Kosten verursacht, fordere der Freie Verband mit Nachdruck den sofortigen Stopp des ganzen Gesundheitskarten-Wahns, so Rubehn. Wer seine Krankheitsdaten nicht in unsicheren EDV-Netzen gespeichert haben will, sollte sich genau überlegen, ob er seiner Krankenkasse sein Passfoto für die neue eGK zur Verfügung stellen will.
Quelle und Kontaktadresse:
Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V., Hauptstadtbüro
Kerstin Paulmann, Pressesprecherin
Auguststr. 28, 10117 Berlin
Telefon: (030) 243427-0, Telefax: (030) 243427-67
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