ZdK-Präsident Meyer: Stichtagsverschiebung nicht gerechtfertigt
(Bonn) - Die Entscheidung des Deutschen Bundestages, den Stichtag für den Import von menschlichen embryonalen Stammzellen, zu deren Gewinnung Embryonen getötet wurden, einmalig zu verschieben, hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, mit großer Enttäuschung aufgenommen.
"Wir haben vor dieser Entscheidung gewarnt, weil wir sie in der Sache für nicht gerechtfertigt und mit Blick auf den Lebensschutz in der biomedizinischen Forschung für das falsche Signal halten", so Meyer wörtlich. "Heute ist der Tag, an die Erfahrung zu erinnern: In vorübergehenden Vorteilen stecken oft bleibende Nachteile.
Wir danken denjenigen Abgeordneten, die sich in den vergangenen Monaten und auch heute (11. April 2008) für die Beibehaltung des jetzigen Stichtags eingesetzt haben.
Jetzt kommt es darauf an, dafür Sorge zu tragen, dass die Stichtagsregelung nicht zur 'Wanderdüne' wird. Denn mit dieser Entscheidung werden Begehrlichkeiten größer werden, menschliche Embryonen generell für Forschungszwecke nutzen zu können. Dem werden wir mit aller Entschiedenheit widersprechen, denn die Substanz des geltenden Embryonenschutzgesetzes darf nicht weiter ausgehöhlt werden."
Die ethischen Herausforderungen der Biomedizin müssten Gegenstand breiter gesellschaftlicher Debatten bleiben, forderte Meyer. Hierfür werde sich das ZdK auch weiterhin einsetzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralkomitee der deutschen Katholiken
Theodor Bolzenius, Pressesprecher
Hochkreuzallee 246, 53175 Bonn
Telefon: (0228) 382970, Telefax: (0228) 3829744
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