ZDK-Vorstand: Europa-Infos aus erster Hand
(Bonn/Brüssel) - Über die Arbeit des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) bei der Europäischen Union in Brüssel sowie die politische Situation vor der Europawahl 2014 informierte sich der ZDK-Vorstand Ende September im Rahmen der turnusmäßigen Herbst-Sitzung. Karin Rögge, Geschäftsführerin der ZDH-Vertretung in Brüssel und Gastgeberin des ZDK, berichtete über ihre Arbeit für den ZDH und für die europäische Spitzenorganisation des Handwerks UEAPME (Union Européenne de l'Artisanat et des Petites et Moyennes Entreprises). Der Dachverband vertritt die Interessen des Handwerks sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der EU. Aus dem ZDK-Vorstand wurde die Bitte an Frau Rögge herangetragen, sich auf europäischer Ebene für den Erhalt der "Meister"-Berufsqualifikation im Handwerk einzusetzen.
Über die politische Lage des EU-Parlaments vor der Europawahl 2014 informierte Klaus-Heiner Lehne, Mitglied des Europäischen Parlaments. Er ist dort Vorsitzender des Rechtsausschusses sowie der Konferenz der Ausschussvorsitzenden. Nach seinen Worten stünden in der laufenden Legislaturperiode noch zirka 300 Gesetzgebungsverfahren auf der Agenda. Bis zum kommenden Frühjahr 2014 könnte davon realistischer Weise noch etwa ein Drittel durch das Parlament gebracht werden. Nicht darunter sei jedoch die Modifizierung der seit 1986 geltenden EU-Handelsvertreter-Richtlinie. Der ZDK setzt sich gemeinsam mit CECRA in Brüssel dafür ein, diese auch für Vertragshändlersysteme anwendbar zu machen.
Ergänzend dazu berichtete Kristina L. Haverkamp, Leiterin der Abteilung Wirtschaft in der ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU, über das aktuelle politische Geschehen aus dem Fachbereich Wirtschaft. Der ZDK-Vorstand zeigte sich beeindruckt von den Herausforderungen, die sich sowohl den Interessenvertretern der großen Organisationen als auch den Parlamentariern im politischen Meinungsbildungsprozess in Brüssel stellen. Für das Kfz-Gewerbe nehmen die europäischen Spitzenverbände CECRA und UEAPME die Interessenvertretung in Brüssel wahr. Bei technischen sowie handelspolitischen Themen arbeiten die zuständigen ZDK-Geschäftsführer auch direkt in den entsprechenden Arbeitsgruppen mit.
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